Korbacher schlägt und würgt die heimliche Geliebte seiner damaligen Freundin

Ménage-à-trois endet mit Schlägen

Korbach - Eine Dreiecksbeziehung, von der zwei der Beteiligten nichts wussten, war der Auslöser für eine einseitige Auseinandersetzung. Das kam bei einer Verhandlung vor dem Korbacher Amtsgericht zu Tage.

.Allerdings stellte sich auch heraus, dass die Geschädigte und Zeugin bei ihrer Aussage gegenüber der Polizei ein wenig übertrieb. Dabei unterschieden sich auch die Versionen des Angeklagten und der Zeugin. Fest stand, dass der 34-Jährige Korbacher zum Tatzeitpunkt im Oktober 2012 mit einer Frau eine Beziehung führte, diese gleichzeitig aber auch mit der Zeugin ein Verhältnis hatte. Von der Liebschaft zu einer anderen Person wussten zunächst weder Angeklagter noch Zeugin.

Als der Angeklagte Wind von der Sache bekam, so die Zeugin, habe der Korbacher bereits ihr gegenüber wütend darauf reagiert. Bei einer Begegnung im Treppenhaus zur Wohnung der gemeinsamen Geliebten eskalierte die Situation. Der Angeklagte schubste die Geschädigte, die auf den Boden fiel. Dort habe er sie dann kurz gewürgt und sie einmal mit der Faust geschlagen. Solch ein Vorgang konnte durch Spuren am Hals, eine Beule am Kopf und Blutergüssen auch von einem Arzt bestätigt werden. Zudem habe er ihr gedroht: „Wenn ich ein Messer dabei hätte, würde ich dich abstechen.“

Der Angeklagte gab gestern jedoch an, die Zeugin lediglich geschubst zu haben. Für Irritation sorgten auch Unterschiede in den Aussagen der Zeugin gegenüber dem Richter und der Polizei. Auf der Wache gab sie an, fast bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und mehrmals geschlagen worden zu sein. Dafür hatte die Korbacherin eine Erklärung: „Ich hatte einfach Angst. Und weil die Polizei mir vorher nicht geholfen hatte, habe ich bei der Beschreibung übertrieben.“

Das hielten sowohl der Vorsitzende Richter Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling als auch die Staatsanwaltschaft für glaubwürdig. Denn die Zeugin erklärte auch, dass sich alle drei mittlerweile ausgesprochen hätten. Der Angeklagte habe nun keinen Kontakt mehr zu seiner Ex-Freundin und der Geschädigten.

Einer Verurteilung konnte der 34-Jährige dennoch nicht entgehen. Vor allem, weil er erst einige Tage vor der Gewalttat wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt worden war. Und so entschied sich das Gericht zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung. Dazu muss er ein Schmerzensgeld von 500 Euro an die Geschädigte zahlen.(tt)

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