Bei einem Auftritt in Korbach berichtet er am 27. Januar von seinen Abenteuern 

Moderator Willi Weitzel im Interview: „Ein bisschen schlauer werden“

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Mit Ziege auf dem Arm: Willi ist oft unterwegs, um die Welt und die Menschen, die in ihr leben, besser kennenzulernen. Das Foto zeigt ihn in Kenia in Afrika.

Korbach. Hunderte Kilometer zu Fuß über die Alpen, auf der Spur von Bären in Alaska, Kinder in Afrika besuchen: Willi Weitzel ist stets auf Abenteuer aus. Davon wird er am Sonntag, 27. Januar, in Korbach berichten. Wir sprachen schon jetzt mit ihm.

Willi, woher kommt deine Neugierde auf die Dinge dieser Welt? Dein Forschergeist?

Willi:Als Kind und Jugendlicher bin ich fest davon ausgegangen, den Edeka-Laden meiner Eltern in Stadtallendorf zu übernehmen. Es stellte sich dann aber heraus, dass ich ein unglaublich ungeschickter Geschäftsmann bin, ich habe immer nur mit den Kunden geredet. Mit 18 stand ich dann da und habe mich gefragt: Was bin ich eigentlich?

Ich bin dann in die Medien gegangen und habe gemerkt, dass mich das unheimlich reizt, in verschiedenste Berufe reinzuschauen. Speziell bei „Willi wills wissen“ habe ich diese Neugierde entwickelt.

Ende Januar bist du in Korbach und berichtest von deinen Abenteuern. Gibt es eins, das besonders spannend war?

Willi:Es gibt zwei. Es war unglaublich spannend, durch Alaska zu schleichen und einen Bären zu suchen. Ich hatte mir vorgenommen, einen Grizzly zu fotografieren. Was eindrucksvoll war, aber auch im negativen Sinn, war meine Reise nach Afrika. In Ostafrika habe ich viele Kinder getroffen, die unter dem Einfluss des Klimawandels leben. Weil es dort nicht mehr regnet, haben sie große Probleme.

Apropos Bären. Gab es mal eine gefährliche Situation?

Willi: Tatsächlich ist eine Bärin in Alaska sehr nah an uns heran gekommen. Ich hatte sie schon den ganzen Tag beobachtet. Und je näher sie kam, desto stärker hatte ich das Gefühl, sie streicheln zu müssen. Sie sah so unglaublich toll aus. Ich hatte schon den ersten Schritt in ihre Richtung gemacht, da hat mich mein Begleiter – ein Pilot – zurückgezogen und hat mich gefragt, ob ich verrückt wäre. Es war einfach ein Impuls.

Von diesen und anderen Erlebnissen berichtest du in Korbach. Was sollen die Kinder am Ende mitnehmen?

Willi: Jede Geschichte hat einen emotionalen Spannungsbogen. Über mein Gefühlsleben möchte ich die Kinder und auch die Erwachsenen begeistern. Jeder soll zum Schluss ein bisschen schlauer raus gehen, ein bisschen beseelt und vor allem glücklich. Ich möchte die Zuschauer einfach mitnehmen auf meine wilden Wege.

Ist die nächste Abenteuerreise schon geplant?

Willi: Meine ältere Tochter ist zwar schon zehn, aber meine beiden kleineren Kinder sind eins und vier. Dadurch bin ich viel Zuhause gefragt. Deshalb beschränke ich mich momentan eher auf Feierabend- und Wochenendabenteuer. Ich freue mich jetzt aber aufs Zelten, wenn es schneit.

Du bist in Hessen aufgewachsen. Kennst du auch Waldeck-Frankenberg?

Willi: Ja. Als mein bester Freund und ich 16 waren, sind wir zum Skifahren in Willingen gewesen. Ich stand dort zum ersten Mal auf Skiern und habe mich ziemlich dumm angestellt. Im Anfängerlift bin ich hingefallen. Hinter mir waren drei Niederländerinnen und alle drei sind auf mich drauf geplumpst, bis dann jemand unten den Lift ausgestellt hat. Mittlerweile – durch meine Frau – fahre ich wieder. Vielleicht bringe ich die Skier mit nach Korbach.

Wünschst du dir etwas fürs neue Jahr?

Willi:Ich wünsche mir, dass wir alle zusammenhalten und etwas gegen den Klimawandel unternehmen.

Und hast du auch Vorsätze?

Willi:Unter der Woche früher ins Bett gehen, pünktlich sein und weniger Süßigkeiten essen. Obwohl: noch passen die Klamotten.

"Willis neue wilde Wege"

Willi Weitzel ist mit seiner Show "Willis neue wilde Wege" am Sonntag, 27. Januar, in der Korbacher Stadthalle zu Gast. Um 15 Uhr geht es los. Tickets dafür gibt es bei der WLZ, im Bürgerbüro der Stadt Korbach und direkt hier im Netz für acht Euro für Kinder und zwölf Euro für Erwachsene. Kinder, die bereits ein Ticket für die Kinderuni haben, dürfen umsonst rein.

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