Engagierte Vöhler setzen alte Hütte instand

Mühlenwald-Hütte lädt zum Rasten ein

Vöhl - Einen Ort zum Rasten und Ausruhen haben die Mitglieder des Verkehrs- und Heimatvereins in Vöhl geschaffen: Am Wochenende wurde die Schutzhütte am Mühlenwaldweg nun feierlich eröffnet.

„Oft wird beklagt, dass sich weniger Menschen als früher für die Gemeinschaft einsetzen. Hier und dort, dann und wann mag dieser Eindruck nachvollziehbar sein“, befindet Karl-Heinz Stadtler vom Verkehrs- und Heimatverein Vöhl, „aber es gibt doch immer wieder Frauen und Männer, die Teile ihrer freien Zeit in Gemeinschaftsprojekte investieren.“ Zu diesen Menschen gehören sechs Vöhler Männer, die in mehrwöchiger Arbeit Ruhebänke und Sitzgruppen an Wanderwegen repariert und nun auch die Schutzhütte am vielbewanderten Mühlenwaldweg zwischen Vöhl, Asel und Basdorf erneuert haben. Im Rahmen eines gut besuchten Einweihungsfestes für die Hütte bedankte sich der Verkehrs- und Heimatverein Vöhl und Asel bei dem „Bautrupp“, wie Stadtler die Aktivisten scherzhaft bezeichnete. Namensgeber des Mühlenwaldes waren die drei Mühlen, die früher am Waldesrand das Wasser des Aselbachs nutzten. Die Oberste Mühle, die Petersmühle und die Stiegmühle versorgten die Menschen in der Region mit Mehl. Der Wanderweg durch den Mühlenwald wird nicht so sehr von Touristen erwandert. Einheimische allerdings frequentieren diesen Weg recht stark, egal ob mit Joggingstöcken, hoch zu Ross oder im Rahmen einer Familienwanderung am Sonntagnachmittag. „Deshalb war es auch sinnvoll, die 1976 errichtete Schutzhütte zu erneuern“, erklärt Stadtler. In den vergangenen Jahren war sie vernachlässigt worden. Im Laufe der Zeit kamen ihr Bäume und Sträucher immer näher, die erdnahen Bohlen faulten und das Dach wurde durchlässig. Am vergangenen Sonntag präsentierte sich die Hütte den Besuchern nun in neuem Glanz. Im Sommer hatte Steffen Kaiser die Initiative ergriffen; zusammen mit Schreiner Lothar Bock übernahm er die Planung. Und dann waren da noch die Senioren und Rentner Adolf Müller, Heinz Urmoneit, Wilfried Röhle und Willi Schmidt, die mit Hand anlegten. Hans Müller aus Asel gestaltete ein Schild mit dem Namen der Hütte, und Roswitha Scherbaum beschriftete ein Schild, mit dem Wanderer aufgefordert werden, die Hütte stets so zu hinterlassen, wie sie sie vorgefunden haben.Vom Verkehrs- und Heimatverein erhielten die Ehrenämtler ein kleines Präsent als Dankeschön. Bei Grillwürstchen, Kaffee und Kuchen verbrachten die zahlreichen Gäste einige schöne Stunden an der erneuerten Mühlenwaldhütte. Zur Unterhaltung trug Paul Pietsch auf seinem Akkordeon bei, und ein auf Initiative Wilfried Röhles spontan gebildeter „Mühlenwaldchor“ fand den Beifall des Publikums. (r)

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