Korbach

Müllverbrennung startet wieder

- Korbach. Das Regierungspräsidium (RP) in Kassel hat am Dienstag grünes Licht für die Wiederaufnahme der Abfallverbrennungim Korbacher Müllheizkraftwerk gegeben. Der Betrieb mit dem Ersatzbrennstoff (EBS) werde zeitnah wieder starten, so ein Sprecher des Betreibers MVV Energie. Noch müssten technische Details geklärt werden.

Das Regierungspräsidium Kassel habe gegen eine Wiederaufnahme der Abfallverbrennung im Industrieheizkraftwerk Korbach keine Bedenken mehr, erklärte RP-Sprecher Michael Conrad. Alle von der Umweltbehörde beim RP nach einer Betriebsstörung im August geforderten Änderungen habe der Betreiber vorgenommen und die ausstehenden Unterlagen vorgelegt. Der MVV habe daher am Dienstag die Freigabe zum Wiederanfahren der Abfallverbrennung erhalten. Die Stadt Korbach und der Landkreis Waldeck-Frankenberg seien bereits davon unterrichtet. Nach der Betriebsstörung vom 25. bis 27. August, bei der es zu erhöhten Quecksilberemissionen gekommen war, hat die Anlagenbetreiberin Verbesserung an dem Industrieheizkraftwerk vorgenommen. So wurde unter anderem die Eingangskontrolle intensiviert, eine zusätzliche Dosierung von Aktivkohle in der Rauchgasreinigung eingebaut, eine automatische Verriegelung bei Grenzwertüberschreitung installiert und die Messtechnik durch zusätzliche Geräte verstärkt. Ferner wurde der nach der Betriebsstörung noch im Abfallbunker vorhandene belastete Ersatzbrennstoff über die HIM GmbH, dem zentralen Träger für die Entsorgung von gefährlichen Abfällen in Hessen, in Sonderabfallverbrennungsanlagen entsorgt.

Nachdem die vorgenommenen Änderungen auch vom Regierungspräsidium Kassel geprüft worden sind, wurde die Freigabe zur Wiederaufnahme der Abfallverbrennung erteilt. Zuvor war laut RP bereits in einer ersten Phase vom 21. bis 23. Oktober erfolgreich der Abfallverbrennungskessel mit Erdgas befeuert worden. "Dabei hatte sich gezeigt, dass keine Quecksilberanhaftungen mehr in der Anlage vorhanden sind", teilte Conrad mit. (r)

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