Große Prunksitzung: Vier Stunden lang brodelt Stimmung in Festhalle

Münden fest in Narrenhand

+
Stramme Waden: Die Männergarde der Fußballer lässt bei der Prunksitzung in Münden die Röcke fliegen. Fotos: Lutz Benseler

Lichtenfels-Münden. - Bis weit nach Mitternacht hat die Mündener Narrenzunft die Festhalle beben lassen. Schließlich galt es, den Ruf als Karnevalshochburg zu verteidigen.

Die große Prunksitzung ist ein Muss für alle Jecken aus Lichtenfels und Umgebung und auch am Sonntagabend brodelte es wieder von Anfang an in der Festhalle. Rund 80 Mitwirkende hatten ein gut vierstündiges Programm auf die Beine gestellt.

Sympathisch und witzig begrüßten das Prinzenpaar Nils I. und Christina I. die Zuschauer und eroberten die Herzen im Sturm. Mit einem Überraschungsständchen für Karnevalspräsidenten Hartmut Brand, der vor einigen Tagen seinen 50. Geburtstag gefeiert hatte, startete schließlich das närrische Treiben auf der Bühne.

Die Funkengarde aus Liesen bei Hallenberg hatte sich mit perfekter Choreographie gezeigt, bevor „Karnevalshasser“ Kevin Vesper in die Bütt stieg: Trotz seiner Drohung „Seid ihr gut drauf? Gleich nicht mehr!“, blieb die Stimmung gut.

In Baströckchen und Cop-Uniformen begeisterte die Tanzgruppe „Hot Chocolate“. Knifflig wurde es dann für Bürgermeister Uwe Steuber und Prinz Alfons I. aus Liesen: Sie mussten pantomimisch dargestellte Schlager erkennen. Das „DSDS für Hörschwache“ ging 2:1 für den Karnevalisten aus dem Sauerland aus.

Erst „Sister Act“ dann „Can-Can“: Die Sachsenberger Frauen tauschten auf der Bühne keusche Nonnenkluft gegen aufreizende Röcke. Die „Young Boys“ ließen es anschließend bei Schwarzlicht rocken. „Voll neben der Spur, die Alten“, waren sich dann Anka Brand und Björn Vesper einig über ihre Eltern.

Viel Bein zeigte die Männergarde der Fußballer. Und Michael Wessing alias Schönheitschirurg Dr. Schneideweg von Brüsten berichtete von seinem blutigen Handwerk. Immer schön langsam: Hartmut und Lukas Brand kitzelten als die „Tramps aus der Pfalz“ die Lachmuskeln.

Im rasanten Tempo rollten Familie Feuerstein und die Geröllheimers mit ihrem Steinzeit-Auto auf die Bühne. Perfekt setzten die Mitglieder des Elferrates den Vorspann der Zeichentrickserie in Szene, der mit Fred Feuersteins lautem „Wilma“-Ruf endet.

„Morgens immer müde“ waren „Acki & Co.“. Warum ins Kino gehen, wenn man sich die komplette Titanic-Story auch in zehn Minuten ansehen kann? Die Mündener Frauen zeigten in einer temporeichen Show, wie es geht. Auf der Leinwand ging es dann mit „Aktenzeichen XY“ auf die Spur einer mysteriösen Entführung.

Danach entführten die Mündener Mädels das Publikum auf eine Reise nach New York, gefolgt von Rotkäppchen - musikalisch mal anders erzählt. Schließlich stürmten die Piraten der Feuerwehr Medebach mit Captain Jack Sparrow die Bühne. Mit einer großen Hitparade zum Abschluss verabschiedeten sich die Karnevalisten von ihrem Publikum. Weiter gefeiert wurde natürlich trotzdem noch - bis in die frühen Morgenstunden.

1478253

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare