Korbach

„Müssen nur noch einsteigen“

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- Korbach (jk). Weniger ist mehr – so heißt die Devise für den Stadtbus künftig. Ab 2013 werden Linien und Fahrtakt komplett geändert.

Seit 2006 läuft der Korbacher Stadtbus unter Regie der Bietergemeinschaft Henze (Fuldatal) und Kahlhöfer (Korbach). Der Vertrag läuft allerdings Ende 2012 aus. Daher muss die Stadt im kommenden Jahr neu ausschreiben. Derzeit fährt Korbach ein jährliches Defizit von rund 200 000 Euro mit dem Stadtbus: 380 000 Euro Kosten abzüglich 100 000 Euro Einnahmen und 78 000 Euro Zuschüssen des Landkreises.

Doch der Kreis zahlt ab 21012 kein Geld mehr. Deshalb rollt der Stadtbus noch tiefer in die roten Zahlen. Eine Neuausschreibung würde die Marktpreise schon jetzt auf rund 440 000 Euro weiter hochtreiben. Ab 2013 möchte die Stadt mit neuem Konzept etwas gegensteuern. Statt zwei Linien mit 40-Minuten-Takt soll es fünf Linien mit 60-Minuten-Takt geben (wir berichteten). Damit sinkt die jährliche Kilometerleistung.

Nach aktuellen Schätzungen addieren sich die Kosten auf rund 400 000 Euro ab 2013. Das Stadtparlament gab diese Woche einstimmig Unterstützung für das neue Konzept. Einhelliges Lob erntete zugleich das Team um Ordnungsamtsleiter Carsten Vahland, das die neue Linienführung ausgearbeitet hat. Die steigenden Kosten für den Stadtbus sind schmerzhaft, darin waren sich alle Fraktionen ebenfalls einig. Ein funktionierender öffentlicher Nahverkehr in der Kreisstadt sei aber auch „ein Element der Daseinsvorsorge“, unterstrich SPD-Fraktionschef Martin Dörflinger: „Das gilt auch in Zeiten knapper Kassen.“

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 5. November.

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