29-Jährige hat bisher gut 450 Exemplare genäht

Mundschutzmasken für guten Zweck verkauft: 900 Euro an Kinderkrebshilfe 

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Genau 902 Euro übergeben: Agatina Olivieri hat Mundschu tz-Masken genäht und die Einnahmen an Thomas Berg von der Kinderkrebshilfe übergeben. 

Ende März las sie, dass Mundschutz-Masken knapp sind und fand eine Anleitung, wie man sie selbst herstellen kann, im Internet. Seitdem näht Agatina Olivieri Masken fast am Fließband. Rund 450 sind bisher entstanden.

900 Euro hat sie durch den Verkauf eingenommen und das komplette Geld jetzt an die Kinderkrebshilfe gespendet.

Eine alte Nähmaschine hatte sie noch „und ich habe es einfach mal versucht“, sagt die Studentin, die in Korbach lebt. Stoff hatte sie noch und so sind schnell die ersten Masken entstanden, die sie zunächst noch verschenkt hat. Als die Anfragen immer mehr wurden, entschied sie, den Mundschutz künftig zu verkaufen. Der Stoff wurde knapp, doch Abhilfe kam mit einer großen Stoff-Spende von Theresia Woltiri aus dem „Missionslädchen“ in Mengeringhausen.

Zwei bis drei Euro berechnet sie den Abnehmern pro Exemplar. Doch selbst behalten wollte sie die Einnahmen nicht, erzählt die gebürtige Arolserin. „Das ist einfach nicht mein verdientes Geld. Das könnte ich nicht mit mir vereinbaren.“ Also suchte sie nach einem Empfänger und fand ihn in der Waldeck-Frankenberger Kinderkrebshilfe.

Genau 902 Euro übergab Olivieri jetzt an den Vorsitzenden Thomas Berg. Dass es so viel wurde, sei auch großzügigen Menschen aus der Region zu verdanken. Viele hätten deutlich mehr bezahlt für die Masken, als sie gemusst hätten, sagt die 29-Jährige, die für Delta Waldeck-Frankenberg arbeitet.

Krebshilfe betreut derzeit 15 Familien

Thomas Berg freut sich über die Unterstützung für die Waldeck-Frankenberger Kinderkrebshilfe, die derzeit 15 Familien mit betroffenen Kindern zwischen zwei und 14 Jahren betreut. Allein im vergangenen Jahr seien fünf neue Familien hinzu gekommen, sagt der Vorsitzende. Der Verein lebt von Spenden und kann so für die Familien unter anderem Fahrtkosten in Kliniken übernehmen, für medizinische Hilfsmittel, für Reha oder Kur, Ausflüge, die Erfüllung von Herzenswünschen oder auch mal Überraschungen für die Geschwisterkinder.

„Unsere laufenden Kosten pro Jahr liegen bei 50 000 bis 70 000 Euro“, so Berg. So großzügige Spenden wie von Agatina Olivieri könne man deshalb nicht genug honorieren.

Olivieri näht weiter, allerdings gebe es deutlich weniger Anfragen, sagt sie. Wer gegen eine Spende eine Mundschutz-Maske haben möchte, meldet sich per Facebook unter „Agatina Oli“ oder per Mail an die Adresse a-olivieri@gmx.de. 

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