Museum zeigt Ausstellung zum Jubiläum der Hirsch-Apotheke

Eine historische Apothekenumschau

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Franz Kirchner (l.), Stephanie Schmidt und Wilhelm Völcker-Janssen zeigen Arzneigeschichte.

Korbach. Welche Risiken und Nebenwirkungen die Pillen im Regal wohl mit sich bringen, wird sich manch Betrachter fragen. Versuchen muss es niemand: Sie sind nicht zur Heilung gedacht, sondern illustrieren die 275-jährige Geschichte der Hirsch-Apotheke.

Zum Jubiläum der Korbacher Hirsch-Apotheke widmet das Wolfgang-Bonhage-Museum ihr von Sonntag bis zum 8. Juni eine Sonderausstellung.

Apotheker Franz Kirchner hat historische Medikamente zusammengetragen: In Beuteln mit dem Zeichen der Hirsch-Apotheke, in kleinen Fläschchen und bunten Packungen aus dem 20. Jahrhundert liegen sie in den Vitrinen. Die Schau-Apotheke führt das Syphilismittel Neosalvasan ebenso wie die Verpackungen von Giften und Vorgängern moderner Drogen. Aufgearbeitet hat die Ausstellung Museumspraktikantin Stephanie Schmidt aus Marburg. 

Auch das Handwerkszeug vergangener Apothekergenerationen ist zu bewundern. In einer wichtigen Fertigkeit des Berufs können sich Besucher an der „Riechstation“ üben. Dass die Unterlagen einer Apotheke auch als historische Quellen taugen, beweisen Dokumente etwa über den Verkauf von Burgunderwein an die Soldaten in den Napoleonischen Kriegen.

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