Große Gala würdigt Werk von Andrew Lloyd-Webber

Musical-Hits erklingen bei Gala in Korbach

Hommage an Andrew Lloyd-Webber: Lieder aus den Meisterwerken des erfolgreichen Komponisten präsentierten Darstellerinnen und Darsteller aus dem Londoner Westend bei ihrer Show in der Korbacher Stadthalle. Fotos: Armin Hennig

Korbach. Das Londoner Westend ist die Wiege der großen Musical-Erfolge von Andrew Lloyd-Webber. Fünf Gesangssolisten sowie acht singende und tanzende Musicaldarsteller aus der britischen Metrople und ein Live-Orchester auf der Bühne präsentierten in der Korbacher Stadthalle einen thematisch organisierten Querschnitt des Schaffens des vor 20 Jahren in den Ritterstand erhobenen Komponisten.

Die Bandbreite der von Jochen Sautter und Deborah Sasson in Szene gesetzten Gala reichte über 40 Jahre vom Durchbruch „Jesus Christ Superstar“ (1970) bis zum „Phantom-of-the-Opera“-Sequel „Liebe stirbt nie“ (2010). Mit „Aspects of Love“ würdigte das Ensemble ein weiteres hierzulande eher unbekanntes Werk. Auszüge aus dem zum Angedenken an den Vater komponierte Requiem und der One-Woman-Show „Song and Dance“ spiegelten auch das weitere Schaffen des Meisters wider.

Musik der Schwerpunkt

Der Schwerpunkt der Szenenfolge lag eindeutig auf der musikalischen Seite, die gesanglichen Darbietungen waren durchweg über jeden Zweifel erhaben, die Auftritte des Advocatus Diaboli Che-Guevara aus „Evita“ hatten einen rockigen Kick und boten einen bezeichnenden Kontrast zur ikonenhaft inszenierten Balkonarie „Don’t cry for me Argentina“.

 

Viele Wünsche offen

Vollkommen stimmig geriet dagegen der große Auftritt der Stummfilmdiva Norma Desmond aus „Sunset Boulevard“ vor einem Kinopalast. Wurden die Gesangssolisten in Balladen, Rock-Songs, Duetten und Ensembles höchsten Ansprüchen gerecht, blieben in Sachen Show und Spektakel doch viele Wünsche offen. 

Choreografin Jeanette Damant ließ bei der Entwicklung der Tanzszenen doch allzu viel britisches Understatement walten, die Tänzer standen entweder Spalier oder boten gelegentliche Hebefiguren in wechselnden Stadien der Lebhaftigkeit. Von Armin Hennig

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