Altstadtfest in gemütlicher Runde gefeiert

Musik, Leckereien und gute Gespräche

Sachsenberg - Die Gemeinschaft pflegen, Spaß haben und gute Gespräche führen, das brachte die Sachsenberger am Wochenende zusammen.

Von den grauen Wolken und ein paar Tropfen Regen ließen sich die Einwohner nicht schrecken, sie feierten am Samstag und Sonntag in gemütlicher Runde ihr Altstadtfest am alten Feuerwehrhaus. Der Duft von frischen Waffeln und Leckereien vom Grill lag in der Luft, die Kinder vergnügten sich kreischend auf der Wiese unterhalb des Kindergartens in einer großen Hüpfburg. Schon im 22. Jahr werde das Fest gefeiert, berichtete Ortsvorsteher Kurt Lechky. Er erinnerte auch an die Anfänge: Früher gab es in der Stadt jedes Jahr den Pfingstmarkt und den Augustmarkt, der mit einem Viehauftrieb an der Festhalle verbunden war. Doch mit dem Wandel in der Landwirtschaft verschwanden immer mehr Vierbeiner aus den Ställen, das Höfesterben machte auch vor Sachsenberg nicht halt. Deshalb wurde der Viehmarkt eingestellt, und aus dem traditionsreichen Augustmarkt wurde das Altstadtfest, das eigentlich immer am dritten Wochenende des Monats gefeiert wird. Weil der Termin in diesem Jahr mitten in den Schulferien gelegen hätte und viele Familien noch in Urlaub waren, wurde das Fest um eine Woche verlegt. Es werde gut angenommen, betonte Lechky. Es gebe kein großes Programm, „es ist mehr für uns gedacht, damit wir mal zusammenkommen“. Diese Gelegenheit nutzten auch viele, die schon am Samstagnachmittag beisammensaßen. Für die Organisation sind immer zwei Vereine der Stadt verantwortlich, diesmal der Motor-Sport-Club und die Burschenschaft. Sie hatten Tische und Bänke aufgebaut. Unterstützung erhielten die Gastgeber von den Landfrauen, die in der Hofstatt an einem Stand frische Waffeln zubereiteten. Mit Sahne und heißen Früchten fand das Backwerk reißenden Absatz. Dazu gab es Kaffee. Wer‘s deftiger mochte, konnte sich bei den Motorsportlern und den Burschen mit Gegrilltem und kalten Getränken versorgen. Die musikalische Unterhaltung übernahm schon am Nachmittag Jens Westmeier. Er legte auch am Abend beim Tanz CDs verschiedener Musikrichtungen auf, um den Gästen bei den fallenden Temperaturen kräftig einzuheizen. Um Platz für die Tänzer zu schaffen, hatten die Mitglieder der beiden Vereine eine hölzerne Fläche aufgebaut.Gestern Vormittag gab es einen Freiluftgottesdienst in der Hofstatt mit Blick zur Stadtkirche. Pfarrer Friedemann Graß führte durch die Liturgie und hielt die Predigt. Auch der evangelische Posaunenchor wirkte mit. Bei Getränken und Gegrilltem klang das Fest am Nachmittag in gemütlicher Runde aus. Von Dr. Karl Schilling

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