Liedermacherin Nadine Fingerhut lässt aufhorchen

Musik aus Leidenschaft

+
Beim Altstadt-Kulturfest in Korbach war Nadine Fingerhut zuletzt zu hören. Derzeit produziert die Vöhler Sängerin und Songwriterin ein komplettes Album.

Korbach/Vöhl - Nadine Fingerhut macht Musik, die einfach verzaubert. Nächste Woche kommt ein neuer Song der Vöhler Sängerin auf den Markt - mit Geschmack auf viel mehr.

Musik und Texten „haben fast etwas Therapeutisches“, sagt Nadine Fingerhut - nachdenklich und strahlend zugleich: „Manchmal schreibe ich die Texte einfach hin.“ Und mit vielen Stücken erzählt die junge Vöhler Sängerin dann aus ihrem Leben.

Es geht um Freundschaft, Erinnerungen, Erleben - und vor allem viel Gefühl, wenn Nadine Fingerhut ihre Gitarre schnappt und loslegt. In Jeans, barfuß und mit ihrem Hut als Markenzeichen steht sie auf der Bühne, wie jüngst beim Altstadt-Kulturfest in Korbach, - und singt. Da ist nichts Gekünsteltes, kein flackerndes Laserlicht, keine monströse elektronische Soundmaschine. Nadine Fingerhut führt Zuhörer ganz authentisch dorthin, wo Musik ihre Wirkung entfaltet: mit Stimme, Melodie und eingängiger Poesie. Nachdenklich und strahlend zugleich.

Neue Single und Video

„Was machen wir denn heute?“, fragt Nadine Fingerhut in ihrem neuesten Song, der von unbekümmerten Jugendtagen erzählt, von Nachbarschaft, Spontanität, Treffen mit einer Freundin, Papas Likör und Dosenbier. Allerweltsthemen, aber nicht platt, sondern bewegend - auch weil sich Zuhörer schnell wiederfinden in Songs von Nadine Fingerhut.

Dabei hatte die gebürtige Korbacherin mit Bands und Bühnenauftritten zunächst gar nicht viel am Hut. Sie sang als Kind schon gerne, bekam mit 15 eine E-Gitarre, aber sie sang weder im Schulchor noch als Frontfrau der Rock-AG an der Alten Landesschule. „Damals habe ich mich noch nicht getraut“, gesteht sie. Erst bei einer Abi-Veranstaltung wagte sie sich öffentlich ans Mikrofon.

„Music“ von John Miles sang sie damals, ein Klassiker der Rockballaden. Der hat durchaus mit Nadine Fingerhut zu tun: „Music was my first love, and it will be my last“, singt John Miles in den weltbekannten Zeilen. Und diese Liebe hat wohl auch die Vöhler Musikerin geprägt. Sie stoppte ihr Studium der Erziehungswissenschaften, um sich seit 2010 ganz auf ihre musikalische Leidenschaft zu konzentrieren.

Früher textete sie in Englisch, jetzt wieder in Deutsch - und das macht vielen Musikern Spaß. Es gibt schließlich wenige Sprachen auf der Welt, in denen es sich so trefflich erzählen und philosophieren lässt. So ist Deutsch in der Musikwelt wieder angesagt, ob „Tote Hosen“, Tim Bendzko oder Sarah Connor.

Darauf setzt auch die „7us Media Group“ aus Winnenden bei Stuttgart, die Nadine Fingerhut jüngst unter Vertrag genommen hat. „Bandübernahmevertrag“ heißt das ganz genau: Nadine Fingerhut liefert das fertige Produkt, das sie mit Frank Wesemann und Erik Regul im norddeutschen Nienburg derzeit produziert.

Live bei „Mauer-Power“

„Den Vögeln hinterher“ heißt das komplette Album, das in Kürze auf den Markt kommen soll. Einen Vorgeschmack hat Nadine mit der fertigen Single „Was machen wir denn heute?“ bereits geliefert. Das Stück ist als Video bei YouTube oder auf Nadines Homepage (www.nadine-fingerhut.de) zu sehen - und steht ab 7. August auch als Download auf den Musikportalen zur Verfügung.

Live zu erleben gibt es Nadine Fingerhut zum Beispiel am 22. August bei „Mauer-Power“ an der Edertalsperre.

Von Jörg Kleine

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare