Song Kids und Young Voices aus Goddelsheim bekommen viel Applaus für die Aufführung des Musicals „Kwela"

Musikalisches Märchen mit Pfiff

+
Die Goddelsheimer Song Kids und Young Voices haben unter Leitung von Claudia Vach ein bezauberndes Musical mit Bravour auf die Bühne gebracht und das Publikum begeistert. Fotos: Armin Hennig

Lichtenfels-Goddelsheim - Song Kids und Young Voices begeisterten junge und jung gebliebene Zuhörer in Goddelsheim mit der großartig in Szene gesetzten Aufführung von Andreas Schmittbergers Schulmusical „Kwela“.

Einprägsame Melodien, Charakterkomik und eine Aufforderung zu mehr Akzeptanz für die Stärken und Eigenheiten jedes Einzelnen prägen das afrikanische Märchen mit Pfiff, in dem sich die afrikanischer Musikkultur mit dem Jazz-Stil der Fünfzigerjahre verbindet.

Die mystisch-geheimnisvolle Hymne „Mama Afrika“ zog die Zuhörer denn auch gleich in ihren Bann. Geleitet wurden die beiden Chöre von Claudia Vach, die auch für die Regie verantwortlich zeichnete. Mit dem Hinweis an die Krokodile, dass es verboten ist, andere Tiere während der Konferenz aufzufressen, hat der mit Flüstertüte ausgestattete Lärmvogel Tebogo (Vicky Witzel) zur Eröffnung des Stückes die Lacher auf seiner Seite.

Dabei ist die Lage mehr als ernst: Wassermangel quält alle Tiere, auswandern ist ebenso wenig möglich wie der Kauf von Wasser. Also muss einmal mehr das Orakel befragt werden - ein alter Stiefel, Relikt eines Jägers, den der Großvater von Löwe King George (Anne Sophie Hegel) gefressen hat. Der weise Marabu (Elena Nobiling) legt als Dschungel-Pythia die oft kryptischen Sprüche aus. An der Aufforderung zu graben gibt es aber nichts zu deuteln und alle Tiere außer dem König und dem Buschhasen Tschipo (Milena Pollmer), der lieber Flöte spielt, beteiligen sich an der Suche nach Wasser und werden fündig. Mit dem Dankeslied „Nybonga Nkosi (Halleluja)“ feiern die Tiere den Fund, allerdings bekommt der Hase, weil er sich die Hände nicht schmutzig gemacht hat, nichts zu trinken und wird weggeschickt.

Am nächsten Morgen ist die Enttäuschung groß, denn über Nacht waren Gespenster (Lea Vach, Sophie Kappel, Alina Pfeifferling, Theresa Heine, Finja Zimmermann, Christiane Schultze) da, die das Wasser gestohlen haben. Gespenster, die in der Nacht darauf auch die Wache mit Tebogo, dem Elefanten Frank (Susan Schelte), Zebra Jake (Celine Schröder), den bunten Vögeln (Finja Wilke, Lena Grosche) in die Flucht geschlagen haben. Das Herzklopfen während der immer ängstlicheren Wache brachte die Ballade „Tausend Augen in der Nacht“ eindrucksvoll über die Rampe.

Da sich nach den maßlosen Übertreibungen der Angsthasen keiner mehr ans Wasserloch traut, bekommt der Buschhase die Chance, sich sein Wasser zu verdienen. Seine Musik vertreibt zwar nicht die Nachtgespenster, ist aber eine willkommene Abwechslung für die Wasserdiebe aus Langeweile, die er zum „Geisterwalzer“ begleitet.

Mit der Empfehlung, den Hasen einzusetzen, hat sich das Orakel einmal mehr als richtig erwiesen. Nur mit dem Ratschlag an Jake, die Liebe des „süßesten Zebramädchens weit und breit“ (Anna Marie Behlen) mittels Schlägen mit einer Bratpfanne auf den eigenen Kopf zu gewinnen, lag die höhere Instanz anscheinend voll daneben. Doch als Elefant Frank seine Hilfe beim Zuschlagen anbietet, hat auch die bislang so spröde Priscilla ein Einsehen und alle Rätsel sind gelöst, alle Prophezeiungen eingetroffen.

Von Arming Hennig

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare