17 Klassen- und fünf Fachräume entstehen an der Fröbelstraße in Korbach

Firma betreibt erstmals Berufsschule im Landkreis

So wird der Neubau aussehen: Dreigeschossig wird das Gebäude sein, das an der Fröbelstraße entstehen wird. Unter anderem werden 17 Klassenräume und fünf Fachräume dort untergebracht. Rechts, hinter den Bäumen, verläuft die Fröbelstraße.  
entwurf: heitmann architekten gütersloh
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So wird der Neubau aussehen: Dreigeschossig wird das Gebäude sein, das an der Fröbelstraße entstehen wird. Unter anderem werden 17 Klassenräume und fünf Fachräume dort untergebracht. Rechts, hinter den Bäumen, verläuft die Fröbelstraße. entwurf: heitmann architekten gütersloh

Waldeck-Frankenberg – Zum ersten Mal lässt der Landkreis im Rahmen einer sogenannten Public-Private-Partnership (PPP) ein Schulgebäude bauen und betreiben. Ein Gebäude für die Beruflichen Schulen in Korbach wird in dieser Weise realisiert.

Die aufwendige Sanierung des Hauptgebäudes der Beruflichen Schulen an der Kasseler Straße läuft längst. Doch ein Neubau ist noch notwendig, um das Schulgebäude an der Klosterstraße zu ersetzen. Dieses wurde bereits verkauft und wird im Januar 2023 endgültig den Eigentümer wechseln.

Rund 15 Millionen Euro gebe der Landkreis pro Haushaltsjahr für Schulen aus, sagt Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese. Mehr sei nicht möglich. Für die kommenden Jahre seien „die Bücher voll“, wie er sagt. Deshalb habe man nach einer alternativen Form der Umsetzung gesucht und stieß auf das PPP-Modell.

Die Grundvoraussetzung für das Verfahren: „Es muss wirtschaftlicher sein als die Eigeninvestition“, sagt Claudia Frede, Leiterin des Fachdienstes Gebäudewirtschaft. Eine Untersuchung von Göttinger Wirtschaftsprüfern hatte ergeben, dass dies der Fall ist. Über 25 Jahre – so lange wird der Partner aus der Wirtschaft das Schulgebäude betreiben – wird es für den Landkreis so 1,9 Millionen Euro brutto günstiger. Das Gesamtauftragsvolumen über die gesamte Zeit liegt bei 15,6 Millionen. Darin enthalten sind die Kosten für den eigentlichen Bau, die Einrichtung, aber auch sämtliche anfallende Renovierungs- oder Erneuerungsarbeiten der kommenden Jahrzehnte, von neuen Fußböden und frischen Anstrichen bis hin zur aktuellsten Technik und dem technischen Hausmeister. Lediglich die Kosten für die Energieversorgung übernimmt der Landkreis in den 25 Jahren selbst.

Anfangs vier, später drei Bieter hatten sich in dem PPP-Verfahren um den Auftrag beworben. Letztlich übernehmen wird es Fechtelkord & Eggersmann aus Marienfeld (Kreis Gütersloh). In den nächsten Wochen sollen die Pläne final besprochen und dann der Bauantrag gestellt werden. Frese geht davon aus, dass im Frühjahr, wahrscheinlich um Ostern herum, die Bagger an der Fröbelstraße rollen werden.

Hintergrund: Der Begriff Public-Private-Partnership (PPP) bezeichnet eine Zusammenarbeit zwischen privaten Unternehmen und der öffentlichen Hand. Übernommen wird durch die Privaten dabei eine Leistung, die eigentlich in der Zuständigkeit einer Kommune, eines Landkreises oder einer anderen öffentlichen Verwaltung oder Behörde liegt. Eine solche Leistung können beispielsweise die Planung und die Durchführung von Bauvorhaben sein. 

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