Energie Waldeck-Frankenberg versorgt nach Dorfitter auch Vöhl · Startschuss am Steinberg

Nach Kraftakt strömt das Erdgas

+
Die Erdgas-Fackel brennt: Bürgermeister Matthias Stappert, Landrat Dr. Reinhard Kubat, EWF-Chef Stefan Schaller und Heinz Garthe (EWF-Vertrieb) nehmen die Versorgung am Haus von Rosemarie und Heinz Mees in Betrieb und geben damit den Startschuss für Vöhl.

Vöhl. - Das Interesse sei groß, verbindliche Zusagen gebe es noch wenige: Seit gestern ist der Vöhler Ortskern offiziell an die Erdgasversorgung der Energie Wal­deck-Frankenberg angeschlossen. Aufwendige Bauarbeiten waren vorausgegangen.

„Das ist ein guter Tag für Vöhl“, befand Bürgermeister Matthias Stappert und gab mit Fackel und Feuer den offiziellen Startschuss für die Erdgasversorgung in Vöhl. Nach Dorfitter können nun auch die Einwohner in Vöhl den fossilen Brennstoff nutzen. 70 Vöhler haben nach einer Informationsveranstaltung der Energie Wal­deck-Frankenberg (EWF) Interesse angemeldet, zwei Haushalte nutzen das Erdgas bereits. „Es geht um die Stärkung der Region und weniger um die Rendite“, betonte dann auch EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller, rief die Bürger Vöhls aber gleichzeitig auf, sich über die neue Versorgungsmöglichkeit zu informieren.

Auch die Gemeinde zieht mit. So kündigte Vöhls Bürgermeister an, auch Liegenschaften der Gemeinde möglicherweise mit Erdgas zu versorgen. Das sei etwa in der Schlossstraße interessant, wo Rathaus, Henkelhalle und Bauhof gleich nebeneinander liegen. „Das Umdenken in den Köpfen der Menschen hat begonnen“, freute sich der Bürgermeister. Und deswegen könne die Erdgasversorgung auch für Menschen ein Argument sein, in Vöhl zu bauen und zu leben.

Zufrieden über die neuen Möglichkeiten für Wärme und Strom zeigte sich auch Landrat Dr. Reinhard Kubat: „Das war ein ganz schöner Kraftakt“, erklärte er und erinnerte an die Bauarbeiten, die im vergangenen Sommer mit dem Spatenstich begonnen hatten. Im Rahmen des ersten Bauabschnitts war eine 7,2 Kilometer lange Erdgasleitung nach Meineringhausen verlegt worden - gleichzeitig mit einer Trinkwasserleitung, die im Auftrag der Gemeinde gelegt worden war. 750 000 Euro hatte der Bau gekostet, die Gemeinde übernahm 235 000 für die Trinkwasserleitung. Mit einer 700 Meter langen Erdgasleitung in die Vöhler Ortslage wurden nun die letzten Voraussetzungen für die Versorgung geschaffen. „Jetzt ist die Bevölkerung aufgerufen, sich zu beteiligen“, erklärte der Landrat. Mitarbeiter der EWF werden in den nächsten Tagen auf Grundstückseigentümer in Vöhl zugehen und über die neuen Möglichkeiten der Versorgung informieren.(resa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare