Nebengebäude wird abgerissen

Pläne für Korbacher Klosterschule vorgestellt: Neue Nutzung für historisches Gebäude

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Das Projekt in der Klosterstraße soll die Altstadt revitalisieren, finden (von links) Dr. Michael Pielert, Claudia Frede vom Fachdienst Gebäudewirtschaft, Karl-Friedrich Frese und Matthias Wiederhold.

Korbach. Die Korbacher Klosterschule ist ein Gebäude mit viel Geschichte. Kürzlich hat der Landkreis es verkauft. Wie es weitergeht, wurde diese Woche verraten.

Nachdem der Verkauf der Klosterschule an die Firma Fisseler vor rund zwei Wochen beurkundet worden ist, haben der neue Eigentümer und der Landkreis als Verkäufer die weiteren Pläne für das Areal vorgestellt. Das besteht aus dem historischen Bau, einer Turnhalle und einem Gebäude aus den 1970er-Jahren.

„Das historische Gebäude möchten wir weiternutzen – es wird in seiner derzeitigen Form erhalten bleiben“, erklärt Dr. Michael Pielert, Geschäftsführer der Firma Fisseler. Der von 1770 bis 1774 errichtete Bau steht schließlich auch unter Denkmalschutz.

Von Seiten der Firma Fisseler wie auch des Landkreises bestehe Interesse daran, dass der Kreis das Gebäude als Ankermieter nutzt und die Volkshochschule ihren Sitz behalten kann, erklären Pielert und der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. Darüber hinaus soll das Gebäude Raum für kulturelle Angebote bieten – das passe zu seiner Geschichte als Bildungsstätte, so Pielert. Ferner will die Firma Fisseler Büroflächen anbieten – auch die Kreisverwaltung könne sich vorstellen, Angebote dort unterzubringen, erklärt Frese.

Barrierefreie Wohnungen an der Klosterschule in Korbach

„Der Bau aus den 1970er-Jahren wird sicherlich abgerissen“, kündigt Michael Pielert an. Dort wolle die Firma Fisseler neu bauen: altersübergreifende, barrierefreie Wohnungen. Mit einem Partner solle betreutes Wohnen eingerichtet werden, doch der Fokus liege nicht allein darauf – vielmehr solle eine altersübergreifende Mischung von Wohnungen angeboten werden. „Da gibt es einen Riesenbedarf“, befindet Makler Matthias Wiederhold. Deshalb sei der Wohnungsbau ein Hauptanliegen, fügt Pielert hinzu. Zudem sei die Lage zwischen Fußgängerzone und Stadtpark attraktiv.

Was mit der Turnhalle geschehen soll, werde noch erarbeitet. Das hänge davon ab, wie sich das Areal am Besten nutzen lasse und wie sich die Nachfrage entwickele. Während die Turnhalle anders als zuvor angenommen nicht unter Denkmalschutz steht, solle das Gesamtkonstrukt mit der alten Klosterschule abgestimmt werden.

Berufliche Schulen bauen in der Kasseler Straße in Korbach neu

Der Neubau kann frühestens 2023 beginnen: Bis Ende 2022 nutzen die Beruflichen Schulen den Standort. Danach soll der kaufmännische Bereich mit an die Kasseler Straße ziehen, wo neu gebaut wird, erklärt Karl-Friedrich Frese. Ihn an bisheriger Stelle zu belassen, hätte ebenfalls einen Neubau oder eine Kernsanierung erfordert. Die räumliche Zusammenlegung spare hingegen Wege und Aufwand bei der Gebäudeunterhaltung. Die Neubau-Pläne werden derzeit finalisiert und mit allen beteiligten Seiten abgestimmt.

Das Ziel in der Klosterstraße sei die „Revitalisierung der Altstadt“, erklärt Michael Pielert. Wichtig dabei, ergänzt Karl-Friedrich Frese, sei die Abstimmung mit der Stadt Korbach, die schließlich Planungshoheit habe. Die Verlegung des Schulverkehrs und die ganztägige Nutzung des Gebäudes seien da attraktive Argumente, so der Erste Kreisbeigeordnete.

Hier befindet sich die Klosterschule in Korbach:

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