Vogelschießen für Erwachsene und Kinder im Schießhagen

Nachfolger von Sven Hamel gesucht

Präsentieren die Vögel (hinten, v.l.) Vogelkönig Sven Hamel, 1. Dechant Hans-Jürgen Jost, Kindervogelkönigin Gina Hübschmann und Jugendwart Eric Andree Paulick sowie (vorn) Jürgen Schulze, Markus Becker und Harald Best. Es fehlt: Michael Metz.Foto: den

Korbach - Die Korbacher Schützengilde sucht einen neuen Vogelkönig. Denn die dreijährige Regentschaft von Sven Hamel geht am kommenden Wochenende ihrem Ende entgegen. Jeder Korbacher darf in den Wettstreit eintreten.

Exakt 485 Schuss und damit 162 Schützen brauchte es im Jahr 2009, um den bemalten Vogel aus Lärchenholz zu Fall zu bringen - genauso viel wie drei Jahre zuvor. Der Jubel war schließlich groß und in Sven Hamel, der flugs Mitglied bei der Männerkompanie wurde, ein neuer König gefunden. Lange zuvor war er bereits ins Schützenregister aufgenommen worden.

Auch dieses Mal schicken die Formationen der Gilde, von den Pionieren bis zu den Majoretten, Mann und Maus ins Feld, um als Sieger vom Platz zu gehen. Aber auch die „zivilen“ Korbacher sind eingeladen, sich am Fest und dem Schießen zu beteiligen.

Das Gewehr befindet sich auf einem Standfuß, die Schießpulverexperten der St. Barbara überwachen den Ablauf. Für Sicherheit ist also gesorgt. Drei Schuss hat jeder Teilnehmer zur Verfügung. Neben dem Schießstand sucht der Nachwuchs den Nachfolger von Kindervogelkönigin Gina Hübschmann, alle Kinder sind eingeladen. Es wird auf einen Vogel geschossen, erstmals werden mit Schüssen auf Krone, Zepter und Reichsapfel Ritter bestimmt.

Mit zwei Festzügen durch die Altstadt wollen die Schützen am Samstag und Sonntag noch einmal die Werbetrommel rühren und den Holzvogel der Öffentlichkeit präsentieren. Der erste schlängelt sich am Samstag um 18 Uhr, der zweite dann am Sonntag um 13 Uhr durch die Straßen.

Start ist am alten Finanzamt, abgeholt wird der Vogel am Gasthaus „Zur Krone“. Von hier geht es die Stechbahn entlang in die Klosterstraße, in die Fußgängerzone, über die Kirchstraße und den Ascher wieder in die Stechbahn bis zum Enser Tor. Die Mitglieder der Schützengilde hoffen darauf, dass die Hausbewohner entlang des Festzuges auch in diesem Jahr wieder ihre Gebäude festlich schmücken und sich rege am kleinen Volksfest beteiligen.

Livemusik und Gottesdienst

Am Samstag startet gegen 19 Uhr die Livemusik im Festzelt am Schießhagen. Am Sonntag geht es um 10 Uhr mit einem Gottesdienst auf der Freilichtbühne weiter. Nach Frühschoppen und Essen können alle Anwesenden auf den Vogel zielen. Auf die Proklamation (ab 17 Uhr) folgt eine ausgelassene Feier für die „Neuen“. Der Eintritt ist bei allen Programmpunkten frei.

Ohne Entgelt haben die Handwerker Markus Becker, Michael Metz, Jürgen Schulze und Harald Best dafür gesorgt, dass die beiden Vögel in voller Pracht erstrahlen. Uralte Schablonen dienen dabei als historische Vorlage.(den)

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