Vier Korbacher Studenten gründen „Network Waldeck-Frankenberg“

Netzwerk für eine gute Zukunft

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Tim Oberlies, Fabian Schmal, Martin Juhasz und Jonatan Freund (v.l.) knüpfen ein Netzwerk für Waldeck-Frankenberg. Ihr Ziel: Kontakte aus der Ferne halten, Jobs und Chancen in der Region aufzuzeigen und zu vermitteln.Foto: Kleine

Korbach - Gute Jobs, arbeiten und leben in Waldeck-Frankenberg: Vier Korbacher Studenten haben eine Plattform im Internet geschaffen, um jungen Menschen auch aus der Ferne einen heißen Draht in die Heimat zu bieten.

„NETWORK wal-deck-frankenberg“ heißt das Portal, mit dem vier junge Korbacher künftig Schule machen möchten. Martin Juhasz, Jurastudent aus Ober-Ense, Fabian Schmal, Student für Betriebswirtschaft aus Korbach, Jonatan Freund, Architekturstudent aus Nieder-Ense, und Tim Oberlies, Student für Betriebswirtschaft aus Korbach sind die Macher beim neuen Online-Netzwerk.

Was die vier Korbacher über ihr Studium hinaus bewegt? Viele junge Leute verlassen nach der Schule ihre Heimat Wal-deck-Frankenberg, der Kontakt geht mit der Zeit verloren - und am Ende kehren viele nicht zurück. Obwohl doch im Landkreis mit der zweitniedrigsten Arbeitslosenquote in ganz Hessen eine Menge guter Jobs wartet. So böte eine Rückkehr in die Heimat eine gute Lebensperspektive, die für viele aber unentdeckt bleibt.

Genau das wollen Martin, Fabian, Jonatan und Tim ändern. Die Idee dazu kam ihnen vor etwa anderthalb Jahren bei einem Kneipenabend im Korbacher „Kings“. Es folgten etliche Arbeitstreffen, die Aufgaben wurden verteilt.

Seit Anfang 2015 ist das „Network“ für Waldeck-Frankenberg nunmehr online - als Homepage und als Facebook-Seite. „Wir wollen Kontakte herstellen“, betont Martin Juhasz. Weil die Vernetzung junger Menschen bei Ausbildungsberufen in der Heimat weiterhin stark ist, sehen die vier Korbacher „Netzwerker“ vor allem bei Studenten und Akademikern viel Nachholbedarf.

Aber es geht keineswegs nur darum, die Kontakte untereinander zu vertiefen. Klares Ziel von Martin, Fabian, Jonatan und Tim ist, mit heimischen Unternehmen stärker ins Gespräch zu kommen. Sie sollen die Plattform nutzen können, um Jobs oder Praktika anzubieten.

„Jeder, der von unserer Idee gehört hat, findet sie sehr gut. Jetzt geht es darum, die Sache umzusetzen“, betont Jonatan Freund. Zudem kann jeder Nutzer auch eigene Ideen einbringen.

Erste Gespräche mit Unternehmen gibt es bereits, erklärt Tim Oberlies. Überdies finden sich Interviews mit jungen heimischen Existenzgründern auf der Homepage - und ein Essay von Fabian über Steuerrecht und Tipps für Studenten.

Zu finden ist das neue Projekt der vier Korbacher Studenten unter network-wf.de im Internet und auf Facebook.

Von Jörg Kleine

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