Empore in der Vöhler Kirche wird für rund 75 000 Euro restauriert

Neue Balken für das Vöhler Gotteshaus

Der Kirchenvorstand machte sich gestern mit Pfarrer Jan-Friedrich Eisenberg und Architektin Ute Friedrich ein Bild von den aktuellen Bauarbeiten in der Vöhler Kirche.Fotos: Demski/pr

Vöhl - Die Kirche in Vöhl ist fürs Erste geschlossen: Für rund 75 000 Euro wird die Empore repariert, das Gotteshaus ist eine Baustelle. Die Konfirmation am 7. April könnten die Vöhler im besten Fall aber schon wieder in ihrer Kirche feiern.

Die Statiker schlugen Alarm: Weil die Balken die schwere Empore in der Vöhler Kirche nicht mehr sicher trugen, sperrte der Kirchenvorstand bereits im vergangenen Jahr die Treppenzugänge. „Die ganze Konstruktion war zu schwer“, erklärt Architektin Ute Friedrich, „und einige Balken waren morsch und gebrochen.“ Weil die Kirche aber auf der Empore fast mehr Plätze bietet als im Kirchenschiff und bei großen Festen nicht genug Platz im Gotteshaus für alle war, suchte der Kirchenvorstand dringend nach Lösungen, stellten einen kurzfristigen Finanzplan auf und beantragte Gelder bei Landeskirche und Kirchenkreis.

Die wurden nun gewährt, und die Arbeiten konnten beginnen. Inzwischen hat sich die Kirche in eine Baustelle verwandelt, und die Arbeiten an der Empore laufen auf Hochtouren. Beim Ausräumen der Kirche zeigten die Vöhler Einsatz. Dann wurde der Oberputz entfernt und eine Staubschutzwand eingerichtet, damit der Rest des Kirchensaales vom Schmutz der Baustelle unbehelligt bleibt. „Gebrochene Balken unterstützen wir mit Stahlblechen“, erklärt die Architektin, „einzelne Balken wurden ausgetauscht“. Auch die Decke über der Empore wird ausgebessert, damit sich künftig kein Putz mehr löst.

Bei diesen ersten Arbeiten fanden Architektin und Bauarbeiter dann weitere Probleme. In der Dachkonstruktion nahe der Orgel war ein weiterer Balken gebrochen, Feuchtigkeit hatte anderen Hölzern zugesetzt. „Das hatten wir nicht erwartet“, sagt Ute Friedrich, „aber jetzt machen wir diese Arbeiten mit.“ Den Kostenrahmen werden die zusätzlichen Arbeiten wohl nicht wesentlich übersteigen.

75 000 Euro sind veranschlagt, um die Empore wieder nutzbar zu machen. Laut Pfarrer Jan-Friedrich Eisenberg übernimmt den größten Teil der Kosten die Landeskirche. Unterstützung gewährt auch der Kirchenkreis, den Rest bezahlt die Gemeinde. Die könnte schon zur Konfirmation am 4. April in die Vöhler Kirche zurückkehren. „Nächste Woche kann schon der Putz aufgetragen werden“, sagt die Architektin, „dann kommt es auf die Trockenphase an.“

Am Ende sind die Baustellenzeiten rund um die Vöhler Kirche dann noch nicht: Langfristig stehen auch Arbeiten am Mauerwerk des Turms an.

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