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Neue Bergwerksführer am Eisenberg in Goldhausen gesucht

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Von: Stefanie Rösner

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Ohne Lampe geht gar nichts unter Tage: Gerald Berberich, Ute Richter und Walter Hellwig in ihrer Kleidung als Bergwerksführer. Sie zeigen historische Lampen, die früher beim Bergbau zum Einsatz kamen.
Ohne Lampe geht gar nichts unter Tage: Gerald Berberich, Ute Richter und Walter Hellwig in ihrer Kleidung als Bergwerksführer. Sie zeigen historische Lampen, die früher beim Bergbau zum Einsatz kamen. © Stefanie Rösner

Ein Ehrenamt unter Tage: Der Verein Historischer Goldbergbau Eisenberg sucht neue Bergwerksführer.

Goldhausen – „Der Berg ruft... nach neuen Bergwerksführern“, sagt Gerald Berberich. Seit zwölf Jahren schon führen er und Walter Hellwig ehrenamtlich Gruppen durch das Goldbergwerk am Eisenberg in Korbach-Goldhausen. Sechs Aktive teilen sich zurzeit diese Arbeit, „aber wir sind unterbesetzt“, sagt Berberich.

Ute Richter hat den Verein bereits verstärkt und seitdem schon vier Gruppen durch Deutschlands größte Goldlagerstätte geführt. „Ich finde es total spannend, dass jeder Bergwerksführer seine eigene Geschichte erzählt“, sagt sie. Zu Beginn hatte sie andere Touren begleitet und erlebt, was über die Geschichte, das Leben der Bergwerksarbeiter im Mittelalter oder über die Geologie berichtet wurde. Zudem hatte sie sich etwas eingelesen, was sie faszinierend fand. Ihre Affinität zu geschichtlichen Themen und Erfahrung als Gruppenführerin in der Korbacher Spalte kommen ihr gelegen.

An Thema interessiert und kontaktfreudig sein

Grundsätzlich eigne sich die Tätigkeit für jeden, der am Thema interessiert und kontaktfreudig ist, betonen Gerald Berberich und Walter Hellwig. Zudem werden Menschen gesucht, die auch mal vormittags Zeit haben. Sie selbst schätzen den Umgang mit verschiedenen Besuchern, die Gemeinschaft im Verein und dass sie ständig noch Neues dazulernen. Berberich hebt hervor, dass sich künftige Bergwerksführer leicht in das Thema einarbeiten könnten. Sie werden einen Leitfaden und einen Ablaufplan erhalten. Zudem bieten die Info-Tafeln unter Tage auch den Bergwerksführern eine gute Orientierung.

Das Fachwissen rund um den Eisenberg, das Neuzugänge sich aneignen müssten, sollte Interessierte nicht abschrecken. „Lampenfieber ist immer mit dabei“, sagt Ute Richter. Doch die meisten Besucher, allen voran Kinder, wollten unterhalten werden. Dafür reichten Basiskenntnisse zunächst aus.

Saison von April bis Oktober

Bis zu 2500 Gäste pro Saison von April bis Oktober besuchen das Bergwerk „Unterer-Tiefe-Tal-Stollen“. Die Gäste erfahren dabei Wissenswertes rund um die Entstehung des Gebirges, die Geologie, den jahrhundertelangen Bergbau und über den Verein. In Gummistiefeln und mit Helmen und Lampen ausgestattet werden sie dann rund 40 Minuten auf ihrem abenteuerlichen Weg durch den Berg begleitet.

Die Bergwerksführer erhalten eine Entschädigung für die Führungen, für die sie jeweils gut zwei Stunden einplanen müssen, außerdem wird ihnen das Fahrtgeld erstattet. Wann und wie viele Führungen sie anbieten, können sie selbst entscheiden.

Wer sich für das Ehrenamt des Bergwerkführers interessiert, meldet sich per E-Mail: gerald.berberich(at)t-online.de

Am 3. und 4. Juni sowie alternativ am 17. und 18. Juni sind kurze Einführungsseminare geplant (freitags 19 Uhr, samstags 11 Uhr). Das Zechenhaus befindet sich im Turmweg 4 in Goldhausen. (Stefanie Rösner)

goldspur-eisenberg.de

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