Neue Halle der Kurhessenbahn zur Instandsetzung von Triebwagen vor Eröffnung

Werkstatt und mehr

+
Blick in den Aufenthaltsraum mit Küche.  

Die neue Halle der Kurhessenbahn zur Instandsetzung von Verbrennungstriebwagen am Korbacher Bahnhof steht vor der Eröffnung. Am heutigen Freitag findet die feierliche Einweihung mit prominenten Gästen statt. Zum Programm gehört die Übergabe an Werkstattleiter Andreas Geib, aber auch die Taufe eines Zuges auf den Namen „Waldeck-Frankenberg“.

Insgesamt 11,5 Millionen Euro hat die Bahn am Knotenpunkt Korbach in die neue Werkstatt mit Sozialgebäude anbei investiert, sagt Mehtap Karagandere vom Marketing der DB Regio Netz Verkehrs GmbH in Kassel. Unter dem Motto „Leistungsstark und qualitätsbewusst“ solle vor allem die Fahrzeugverfügbarkeit gesteigert und 300.000 Leerkilometer pro Jahr eingespart werden, denn durch die neue Reparatur- und Wartungshalle entfallen Fahrten zu weit entfernten Werkstätten. 

 Die neue Halle in Grau und rot der Bahn. 

Die Kurhessenbahn schaffe ökonomische und ökologische Vorteile bei der Zuginstandsetzung. Dazu gehöre die moderne technische Ausstattung. „Unsere neue Halle auf einer Fläche von fast 1700 Quadratmetern ist mit zwei 50 Meter langen Instandsetzungsgleisen ausgestattet. An jedem Gleis können wir auf drei Ebenen arbeiten“, erklärt Werkstattleiter Andreas Geib und stellt technische Highlights vor: Den Portalkran zum Anheben von bis zu zehn Tonnen wiegenden Teilen wie Motoren und Radsätzen, die Abzugseinrichtung zum Starten der Motoren, die variable Abgasabsauganlage, das Gleis zum Wiegen und Messen der Züge sowie die Hubbockanlage zum Tausch diverser, bis zu 25 Tonnen schwerer Komponenten. Schließlich den Rangierwagen zum Schieben der Triebwagen und die Waschstraße in der Außenhalle.

Im Vordergrund: der Rangierwagen zum Schieben der Züge.

Seien es die planmäßigen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten, die Laufwerks-kontrollen, die Bremsrevisionen oder der Bauteiletausch – die neue Halle biete alle Voraussetzungen für rundum zuverlässige Arbeiten. Für die Umsetzung stellt die Kurhessenbahn 23 neue Mitarbeiter ein, die im Bau an der Werkstatthalle Büros, Aufenthalts- und Besprechungsraum bekommen. Hier sind auch Materiallager und Technikräume untergebracht.

Werkstattleiter Andreas Geib in seinem neuen Büro.

Nach einer dreijährigen Planungsphase starteten im August vergangenen Jahres die Bauarbeiten. Hauptauftragnehmer waren zehn Firmen, die zahlreiche Handwerksbetriebe aus Korbach und Umgebung eingesetzt haben. 

Blick in den Aufenthaltsraum mit Küche.  

Nach dem Freischnitt des Baufeldes im Februar 2017 ging es im Juli 2017 an den Tief-, Stra-ßen-, Hoch- und Gleisbau. Nach Abschluss dieser Arbeiten folgte ab März 2018 die technische Gebäudeausrüstung in den Bereichen Elektro, Heizung, Lüftung, Sanitär, Telekommunikation und Druckluft. Schließlich die Maschinentechnik, inklusive Hallenkran, Dreharbeitsbühne und Abgasabsauganlage. Und nun ist alles gerichtet für die Optimierung der Servicequalität. (ros)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare