Herzhausen

Neue Lösung fürs Mittagessen

- Vöhl-Herzhausen (resa). Das Mittagessen für die Herzhäuser Schüler kommt seit Neuestem aus dem Nationalparkzentrum. Weil der alte Caterer aus persönlichen Gründen aufgehört hat, hatte der Förderverein der Ederseeschule nach einer neuen Lösung gesucht.

Roman schmeckt es. Der Elfjährige hat einen großen Berg Nudeln mit Tomatensoße auf dem Teller und ein Schälchen Pudding mit Erdbeersirup daneben stehen. „Ich mochte aber lieber den Hackbraten mit Kartoffeln“, fügt Johannes hinzu. Den Schülern der Herzhäuser Ederseeschule dürfte es gar nicht aufgefallen sein, dass nach den Sommerferien plötzlich ein neuer Caterer für das Mittagessen in der Schule sorgte. Denn bis auf die neuen Gesichter hat sich wenig verändert. Und doch hatte der Förderverein der Schule in den Ferien allerhand zu tun. Denn nach nur einem halben Jahr sprang der alte Caterer ab. „Aus persönlichen Gründen“, erklärt Fördervereinsvorsitzender Heinz Rikus. Also stand die Ederseeschule, die seit dem 2. Februar Ganztagsschule ist, ohne Mittagessen da. „Weil wir aber in den Ferien davon erfuhren, hatten wir Zeit zu reagieren“, erzählt Lehrerin Rosemarie Mengel. Klar war: Als Ganztagsschule waren die Herzhäuser verpflichtet, ein warmes Mittagessen anzubieten. Immerhin 30 Kinder hatten den Service seit Februar genutzt. Nun war der Förderverein am Zug. Der nämlich hatte von Gemeinde und Landkreis die Aufgabe übertragen bekommen, den Mittagstisch zu organisieren. „Weil Kommunen selbst kein Gewerbe in Schulen betreiben dürfen“, erklärt Rikus. Ein Anruf bei Christoph Drylo im Nationalparkzentrum schließlich genügte. Er hatte sich schon beim ersten Mal beworben, dieses Mal bekam er den Zuschlag. Seit dem ersten Schultag kommt das Essen für die Herzhäuser Schüler nun also dreimal in der Woche aus dem Nationalparkzentrum. „Dort wird es gekocht und dann in die Schule gebracht“, erzählt Drylo. Neben dem warmen Essen für den Mittag hat er auch den Schulkiosk übernommen. „In der zweiten Pause verkaufen wir manchmal 200 Gebäckstücke“, freut sich der Gastronom. Was ihm wichtig sei bei seinem Speiseplan? „Natürlich wollen wir kindgerechtes Essen anbieten“, erklärt er, „gleichzeitig legen wir aber viel Wert auf regionale Produkte.“ Erschwinglich soll das Essen trotzdem für jedes Kind sein. Drei Euro kostet eine Essensmarke. Um auch langfristig wirtschaftlich arbeiten zu können, wünscht sich Christoph Drylo nun noch mehr Kinder, die das Mittagessenangebot wahrnehmen.

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