Klaus-Dieter Denhof und Hans Reptschik als Mitglieder der Vöhler Ortsgerichte vereidigt

Neue Männer für das Ehrenamt

Vöhl - Erfahrene Männer verlassen die Vöhler Ortsgerichte II und III, ihre Nachfolger stehen aber schon bereit.

Hans Reptschik übernimmt am Vöhler Ortsgericht II den Posten von Wilfried Stieglitz, Klaus-Dieter Denhof folgt am Ortsgericht III auf Wilhelm Greese. Der kommissarische Leiter des Korbacher Amtsgerichts, Karl-Heinz Kalhöfer-Köchling, hat die beiden Männer gestern für fünf Jahre vereidigt. Als neue Ehrenbeamte sind sie verantwortlich für Beglaubigungen, Sterbefallanzeigen, Nachlassfragen und Gebäudeschätzungen. Die beiden letzten Punkte seien die häufigsten Aufgaben, weiht Willi Tenge, Vorsitzender des Ortsgerichts II, die Neulinge ein – und erklärt schmunzelnd, dass Denhof dafür gradezu prädestiniert sei: Der 63-jährige Buchenberger ist Architekt. „Das Ehrenamt ist der Kitt unserer Gesellschaft“, bedient sich Kalhöfer-Köchling eines Bildes aus dem Bauwesen. Überdies spare es viel Geld, besonders bei Beglaubigungen, die sonst einen Notar erfordern. Bürgermeister Matthias Stappert verweist darauf, dass die alten wie die neuen Mitglieder der Ortsgerichte sich darüber hinaus engagieren: Wilhelm Greese ist nach langjähriger Mitgliedschaft Ehrenmitglied des Oberorker Ortsbeirats, Wilfried Stieglitz ist auch nach Ende seiner 37-jährigen Mitgliedschaft im Ortsbeirat Thalitter ein stetiger Zuhörer, der sich gerne einbringt. Denhof war zweimal Mitglied der Gemeindevertreterversammlung. „Und ich bin in allen Vereinen, die es in Dorf­itter gibt, tätig“, erklärt der 64-jährige Reptschik. „Ohne solches Engagement wären unsere Orte nur Schlafstätten“, erklärt Matthias Stappert, „so sind sie Gemeinschaften.“ Im Bereich des Vöhler Ortsgerichts III liegen Buchenberg, Ederbringhausen, Schmittlotheim, Kirchlotheim, Harbshausen, Niederorke und Oberorke; für Obernburg, Dorfitter, Thalitter und Herzhausen ist das Ortsgericht II zuständig. Schon seit dessen Gründung 1975 war Wilfried Stieglitz dabei. Er sei gefragt worden, ob er weitermachen wolle: „Aber ich dachte, 40 Jahre sind ein guter Zeitpunkt zum Aufhören“, erklärt der 64-Jährige, der in naher Zukunft für vier Jahrzehnte im Ortsgericht geehrt werden soll. Wilhelm Greese ist 1985 erstmals vereidigt worden – zumindest in der Großgemeinde Vöhl, zuvor engagierte er sich anderweitig.Derweil müssen die Ortsgerichtsmitglieder nicht mehr arbeiten wie vor 40 Jahren, erklärte Matthias Stappert: Im Vergangenen Oktober hat die Gemeinde sie mit Notebooks ausgestattet – eine Erleichterung der Arbeit, berichtet Willi Tenge, wenn auch noch Verhandlungen liefen, um die teure Software günstiger zu erhalten.(wf)

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