Nachfolger von Eberhard Jung stehen fest

Die Neuen an der Orgel: Ingrid und Stefan Kammerer teilen sich Kantorenstelle in Korbach

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Begrüßen die neuen an der Kuhn-Orgel in der Kilianskirche: (von links) Inge Frese, Johannes Gerstengarbe, Brigitte Schweitzer und Gisela Kaiser von der Kantorei mit den künftigen Kantoren Stefan Kammerer und Ingrid Kammerer sowie Fritz Willems, Vorsitzender des Kirchenvorstands, und Dekanin Eva Brinke-Kriebel.

Korbach. Die Korbacher Stadtkirchengemeinde bekommt ein Kantoren-Ehepaar: Ingrid Kammerer (54) und ihr Mann Stefan (52) ziehen zur Jahresmitte aus dem Oberbergischen ins Waldecker Land. Offiziell werden die beiden Kirchenmusiker am 1. August ihr Amt in Korbach antreten.

Wie ihr erster Eindruck von Korbach war? „Windig“, sagen beide und lachen. Auf der Durchreise haben sich Ingrid und Stefan Kammerer im Januar die hessische Hansestadt angesehen, in der eine Kantorenstelle ausgeschrieben war, für die sie sich interessierten. Und zugegeben: Der Waldecker Winter präsentierte sich von seiner rauen Seite. Doch es folgten erste Gespräche und gute Begegnungen. „Schnell haben wir gedacht, hier könnten wir leben“, sagt Ingrid Kammerer.

Die 54-Jährige ist derzeit noch Kantorin der evangelischen Kirchengemeinde Hückeswagen im Oberbergischen Kreis, ihr Mann Kantor in der Nachbargemeinde Wipperfürth. „Wir sind jetzt in einer Lebensphase, in der ein solcher Wechsel von Stelle und Ort noch gut möglich ist“, sagt Ingrid Kammerer. Die beiden Kinder seien erwachsen und aus dem Haus.

„Gleichzeitig sind wir in einem Alter, in dem eine Veränderung noch machbar ist“, stellt Ingrid Kammerer klar. In der Korbacher Stadtkirchengemeinde wird sich das Ehepaar eine Kantorenstelle teilen, wie es das bereits von 1994 bis 2005 in Hückeswagen gemacht hatte: „Das haben wir letztlich immer so gewollt“, betont Ingrid Kammerer. Das Stellenangebot aus Korbach sei zudem „in allen Koordinaten passend“, sagt Stefan Kammerer. „Die Stellen entsprechen genau unseren Fähigkeiten und Neigungen.“

Von 1991 bis 1994 teilte sich das Ehepaar, das sich beim Studium in Herford kennengelernt hatte, seine erste Stelle in Stolzenau an der Weser und von 1994 bis 2005 die Stelle in Hückeswagen. Anschließend übernahm Ingrid Kammerer auch die halbe Stelle ihres Mannes, der damit mehr Zeit für andere Dinge hatte, die er mag und kann: Singen, Texte und die Musik dazu schreiben, Klavier- und Orgelunterricht erteilen. 

Zeitweilig war Stefan Kammerer auch als Kabarettist unterwegs mit Programmen wie „Ach, Du liebe Weihnachts-Zeit“, „Happy Aging – kleiner Ratgeber für Nachwuchssenioren“ und „Ööhm! – untaugliche Antworten auf überflüssige Fragen“. 2012 nahm er die Kantorenstelle in Wipperfürth an.

Für Korbach haben Kammerers bereits erste Pläne: „Wir wollen zum Schulanfang mit der Kantorei ein Mitsingprojekt machen“, sagt Ingrid Kammerer. Und 2019 soll es wieder ein großes Oratorium geben und eine große Bandbreite musikalischer Stile abdecken.

Zufrieden mit der Stellenbesetzung sind Kirchenvorsteher Fritz Willems und Dekanin Eva Brinke-Kriebel: „Wir freuen uns und haben auch positive Rückmeldung aus allen Chören bekommen“, sagt Brinke-Kriebel.

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