Umgestaltung hat circa 13,5 Mio. Euro gekostet

Neuer Bahnhof in Korbach ist jetzt offiziell eröffnet

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Sie ist für die Fahrgäste da: Bewährt hat sich laut der Stadt Korbach die Bahnverbindung Korbach-Frankenberg, auf der an diesem Tag Ursula Prescher (Foto) als Zugbegleiterin im Dienst ist.

Korbach. Der neue Zentrale Omnibusbahnhof in Korbach ist am Donnerstag offiziell eröffnet worden. Die Umgestaltung habe „das Gesicht der Stadt verändert“, sagte der Bürgermeister Klaus Friedrich während einer Feier.

Eine junge Frau schiebt ihr Fahrrad in den Aufzug, der sie zum Gleis bringt. Dort warten schon etliche weitere Fahrgäste auf ihren Anschluss in Richtung Kassel. Derweil kommen nebenan Stadtbusse an, Linienbusse in die Nachbargemeinden setzen ihre Fahrt fort, ein Taxi trifft ein, dann kommt ein Fernbus. Das Treiben ist rege am neuen Zentralen Omnibusbahnhof in Korbach (ZOB).

Während Alleinreisende, Paare und Gruppen am Ticketautomaten Fahrkarten ziehen und sich ihre Wege mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hier treffen, feiert die Kreisstadt Korbach gemeinsam mit allen weiteren Beteiligten die Eröffnung ihres modernen Bahnhofes.

Wie wird jemand begrüßt, der mit Bus oder Bahn nach Korbach kommt, fragte der Bürgermeister Klaus Friedrich. Während der ZOB noch vor zwei Jahren stellenweise „schmuddelig und unansehnlich“ war, sei er jetzt ein „repräsentativer Empfangsort“, der durch den Hessentag möglich geworden sei.

„Wir sind mächtig stolz darauf“, sagte er und bedankte sich bei allen Nachbarn und Anliegern für deren Geduld und Verständnis während der Bauphase sowie bei den 30 beteiligten Unternehmen. Die geplante Triebwagenwerkstatt, die die Kurhessenbahn in Korbach bauen wird, stärke zudem den Bahn-Standort.

Als „architektonisch gelungen“ bezeichnete Staatsminister Axel Wintermeyer den neuen Bahnhof. Korbach zeige sich als „toller Gastgeber“. Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für das Land Hessen, und Steffen Müller vom Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) lobten die Investitionen in Korbach.

Damit sei es jedoch nicht getan, kündigte Müller an und verwies auf Pläne, die Strecke bis Wolfhagen auf Elektrizität umzustellen. Daran knüpfte Landrat Dr. Reinhard Kubat an, der sich überzeugt davon gab, dass um neue Technologien – in diesem Fall die Elektrifizierung – kein Weg herum führe.

Steffen Müller zählte auf, welche Bereiche im Sinne der Fahrgäste noch verbessert werden müssten und wo der NVV sich bereits bemühe: Strecken beschleunigen, die Fahrzeuge verbessern, Personal ausbauen und das Pfeifen der Bahn an einigen Übergängen möglicherweise reduzieren.

Der Umbau des gesamten Bahnhofes mitsamt dem Gelände und der Unterführung hat laut der Stadt und dem NVV circa 13,5 Millionen Euro gekostet. Der Anteil der Stadt beläuft sich demnach auf rund 9,1 Millionen Euro. Etwa die Hälfte davon – 4,52 Mio. Euro – ist Fördergeld. Die Kurhessenbahn habe 4,4 Millionen Euro investiert.

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