Umbau soll bis März 2014 abgeschlossen sein · Elektrotechnik komplett erneuern

Neues Foyer für die Stadthalle

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In der Stadthalle gleicht das untere Geschoss derzeit einem Rohbau. Bis März 2014 soll das Foyer umgebaut sein. Architekt Uno Kleine (l.) und der Korbacher Bauamtsleiter Stefan Bublak stimmten die neue Gestaltung der Wände ab.

Korbach - Die Korbacher Stadthalle wird für knapp eine Million Euro weiter modernisiert. Dabei geht es vor allem um Sicherheit - ob Brandschutz oder Elektrotechnik.

Fast 40 Jahre hat die Stadthalle an der Medebacher Landstraße auf dem „Buckel“. Als die Stadt das öffentlich geförderte Kombinationsprojekt Stadthalle/Hallenbad mitten auf dem früheren Viehmarktsgelände eröffnete, da war es Inbegriff moderner Architektur. Doch die Gestaltung ist inzwischen überaltert. Zudem stellen Recht und Gesetz für „Versammlungsstätten“ heutzutage deutlich höhere Anforderungen.

2003 erhielt die obere Etage der Stadthalle samt großem Saal und Foyer ein völlig neues Antlitz. In der Gestaltung sollen nunmehr das untere Geschoss und Nebenräume angepasst werden: helle Wände, helle Decken, bessere Beleuchtung und mehr Raum nach oben.

Mehr Brandschutz

Ende September haben die Baufirmen in der Stadthalle losgelegt. Die Deckenverkleidung unterm Beton wurde abgebaut, das gesamte Erdgeschoss gleicht derzeit einem Rohbau.

„Vor allem die Sicherheitstechnik ist wichtig“, erläutert der bauleitende Architekt Uno Kleine. An beiden Eingängen, zur Hauer und zur Pommernstraße, wird die Fassade aus Fenstern und Türen deshalb komplett erneuert. Das bringt nicht nur bessere Wärmedämmung als die alten Elemente aus den 70er-Jahren, sondern auch mehr Schutz im Notfall: Sogenannte „Panikentriegelungen“ sorgen dafür, dass der Fluchtweg im Notfall nicht zum Nadelöhr wird.

Am Haupteingang der Stadthalle zur Hauer hin lässt die Stadt überdies barrierefreie Automatiktüren einbauen. Dies macht den Zugang auch für Menschen im Rollstuhl leichter, erläutert der Korbacher Bauamtsleiter Stefan Bublak. Zum Umbau gehört ebenso ein WC-Raum für behinderte Menschen.

Um die Anforderungen an den Brandschutz zu erfüllen, erhält das Foyer im Untergeschoss eine Trennwand - zur Hälfte aus Glas. Das gesamte Treppenhaus wird gleichfalls mit Wänden abgetrennt. Auch die alte Garderobe lässt die Stadt komplett erneuern. Sie versteckt sich künftig hinter einer geschlossenen Wand mit Türen. Bei Veranstaltungen kann sie durch Flügeltüren geöffnet werden.

Mit der Neugestaltung erhält das Untergeschoss zugleich deutlich mehr Raum nach oben: Die Deckenverkleidung hängt künftig rund 30 Zentimeter höher.

Finanziell ist der Umbau an der Stadthalle auf zwei Abschnitte 2013/2014 verteilt. Das Gros der Gesamtkosten von über 900 000 Euro fließt dabei für Investitionen, die nicht sichtbar sind: Sanierung und Modernisierung der kompletten Elektrotechnik.

Ziel ist, die Modernisierung des unteren Foyers bis März 2014 abzuschließen. Danach gibt es vermutlich noch Restarbeiten in Nebenräumen.

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