Diemelsee-Adorf

Neues Geo-Foyer ist Einstieg in die Erdgeschichte

- Diemelsee-Adorf. Ein Ausgangspunkt für geologische Streifzüge durch die Region soll es sein: Das neue Geo-Foyer in Adorf hat am Donnerstag seine Pforten geöffnet.

Erhard Rettig muss es einfach mal sagen: „Das ist ein Quantensprung“, bricht es aus dem Vorsitzenden des Adorfer Knappenvereins heraus. Soviel gebündelte Information über die Region habe es bisher noch nicht gegeben. Unter einem Dach mit der Diakoniestation in der ehemaligen Bücherei der Gemeinde geben Tafeln und geologische Exponate einen Einblick in fast 400 Millionen Jahre Erdgeschichte.

Weitere Schwerpunkte sind der Bergbau im Wandel der Zeit und die Kulturgeschichte im Grenzland zwischen Waldeck und Westfalen. Eine interaktive Karte weist die Besucher auf lohnende Ziele in der Umgebung hin, etwa die Adorfer Klippe oder das Besucherbergwerk Grube Christiane, das auch auf großformatigen historischen Fotos abgebildet ist.

Rund 31 000 Euro kostet das neue Geo-Foyer, das ein Teil des Geoparks Grenzwelten ist. Davon werden 60 Prozent mit Mitteln der Europäischen Union aus dem Leader-Programm gefördert. „Den Rest hat die Gemeinde selbst finanziert“, erklärt Diemelsees Bürgermeister Volker Becker. Das Geo-Foyer solle Anlaufpunkt für die Bevölkerung, für Gäste, Schulen und Kindergärten sein, darüber informieren, was es im Naturpark Diemelsee alles gebe und neugierig machen, sagt Becker. Konzipiert hat das Informationszentrum übrigens der Korbacher Geograph Dr. Marc Müllenhoff, unterstützt mit Rat und Tat vom Knappenverein Adorf. Heimische Handwerker setzten das Projekt um.

Das Geo-Foyer in der ehemaligen Bücherei (Gartenstraße 6) ist täglich von acht bis 19 Uhr für Besucher geöffnet, der Eintritt ist frei. (lb)

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