Gewerbe nach Usseln

Neues Gewerbegebiet am Ortsrand geplant

Bürgermeister Trachte zeigt das Gelände rechts der Düdinghäuser Straße, das Gewerbegebiet werden soll. Fotos: Ulrike Schiefner

Willingen (Upland) - Interessante Zukunftsperspektive für Usseln und das gesamte Upland: Die Gemeinde hat die Möglichkeit, im Bereich der Düdinghäuser Straße Flächen in einer Größenordnung von rund 6,6 Hektar zu erwerben und dort ein Gewerbegebiet auszuweisen.

Bürgermeister Thomas Trachte und Bauamtsleiter Marc Honekamp stellten am Dienstag Einzelheiten in einer gemeinsamen Sitzung des Haupt- und Finanz- sowie des Bauausschusses vor.

Der Verwaltungschef wies darauf hin, dass das Gewerbegebiet im Wakenfeld so gut wie erschöpft ist. Das einzige dort noch vorhandene freie Grundstück soll in Kürze verkauft werden. Nun bietet sich die Chance, von verschiedenen Grundstückseigentümern Flächen am Ortsrand von Usseln zu erwerben. Es handelt sich dabei um das derzeit als Parkplatz genutzte Areal am Beginn der Düdinghäuser Straße, die direkt darüber liegende Wiese sowie um einen langen Geländestreifen auf der rechten Seite der Straße. „Im Rahmen einer Anliegerversammlung Mitte Mai haben alle Grundstückseigentümer ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, die Flächen zu einem angemessenen Kaufpreis an die Gemeinde abzugeben“, so Thomas Trachte.

Der Haupt- und Finanzausschuss sprach sich für den Kauf der Flächen aus. Der Bauausschuss empfiehlt der Gemeindevertretung, die Ausweisung eines neuen Gewerbegebiets in diesem Bereich weiterzuverfolgen. Ein Bebauungsplan soll erst dann aufgestellt werden, wenn es konkrete Bauinteressenten gibt und feststeht, in welcher Form sie die zukünftigen Gewerbeflächen nutzen wollen.

Es ist angedacht, die Flächen in drei Abschnitten zu erschließen. „Die Trinkwasserversorgung ist kein Thema“, erklärte Bauamtsleiter Honekamp. Der Kanalbau hingegen ist problematischer. Für jeden Abschnitt ist ein Regenrückhaltebecken erforderlich, um bei Starkregen einer Überschwemmung der tiefer gelegenen Gebiete vorzubeugen. Die Erschließungskosten belaufen sich insgesamt auf rund 2,52 Millionen Euro. Dem Bürgermeister schwebt vor, die Maßnahme 2016/17 umzusetzen, so dass die Gemeinde kurzfristig reagieren kann, wenn sich Gewerbetreibende dort ansiedeln möchten.

Einzelheiten wie beispielsweise der von Dirk Wilke (FDP/Ussen) angesprochene Wegfall des Parkplatzes, der von Wanderern und Skifahrern, aber auch Lkw-Fahrern gern genutzt wird, müssen im Rahmen des Bauleitverfahrens geklärt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare