Usseln

Neues Pfarrhaus: Modern, zweckmäßig,schön

- Willingen-Usseln (bk). Am Sonntag, 31. Januar, wird das neue Usselner Pfarr- und Gemeindehaus offiziell eingeweiht. Es ist modern, zweckmäßig und schön.

Pfarrerin Gisela Grundmann ist mit ihrer Familie bereits eingezogen. Sie freut sich über „eine hundertprozentige Verbesserung“ der Situation gegenüber den früheren Wohn- und Arbeitsbedingungen. Die kirchlichen Gruppen haben den Gemeindesaal auch schon in Besitz genommen. Ein Blick zurück: Das Mauerwerk des bisherigen Usselner Pfarrhauses in der Schulstraße, das vor rund 40 Jahren gebaut wurde, war bis in die Wohnräume hinein feucht. Im gegenüberliegenden Gemeindehaus stand das Souterrain nach heftigen Regenfällen immer wieder unter Wasser. Beide Gebäude waren weder isoliert noch behindertengerecht gebaut. Eine Sanierung, so fürchtete der Kirchenvorstand, wäre möglicherweise ein Fass ohne Boden geworden. „Langfristig gesehen erschien es uns wirtschaftlich sinnvoller, neu zu bauen“, so Pfarrerin Grundmann, die darauf hinweist, dass der Zuschnitt der Räume im früheren Pfarrhaus ganz und gar nicht ideal war. Ihr stand nur ein winziges Büro zur Verfügung und die Kirchenakten wurden teilweise auf dem Dachboden gelagert. Der Rat der Evangelischen Landeskirche konnte die Argumentation des Usselner Kirchenvorstands, dessen Bemühungen vom Kirchenkreisvorstand unterstützt wurden, nachvollziehen. Er erteilte eine Ausnahmegenehmigung vom generellen Neubaustopp für Pfarrhäuser. Die Kirchengemeinde verkaufte Pfarr- und Gemeindehaus Ende 2008 an die benachbarte Upländer Bauernmolkerei, die das Pfarrhaus zwischenzeitlich von Grund auf saniert hat und es jetzt als Büro nutzt. Der Saal des Gemeindehauses stand den kirchlichen Gruppen bis zur Fertigstellung des Neubaus weiterhin zur Verfügung. Auch die Jugendgruppe konnte einen Raum im Souterrain weiter nutzen. „Wir sind dem Unternehmen dafür sehr dankbar“, betont Gisela Grundmann, die während der Neubauphase mit ihrer Familie in Korbach gewohnt hat, wo ihr Mann ein Haus besitzt. Die Kirchengemeinde erwarb ein etwa 800 Quadratmeter großes Baugrundstück am Richtsweg. Der finanzielle Grundstock dafür wurde durch den Verkauf eined anderen kircheneigenen Grundstücks gelegt. Am 6. April 2009 wurde mit dem Bau begonnen, am 8. Juni Richtfest gefeiert. Am 24. Juli war der Rohbau fertiggestellt und zum Beginn dieses Jahres konnte Familie Grundmann einziehen.Für Planung und Bauleitung zeichnete das Usselner Büro Sauer und Schmirler verantwortlich. Sämtliche Arbeiten wurden von Firmen aus der Region ausgeführt. Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich auf 390 000 Euro; den Löwenanteil der Summe trägt die Landeskirche.

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