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Neues Rathaus in Korbach: Festakt mit Schlüsselübergabe

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Von: Lutz Benseler

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Schlüsselübergabe: (von links) Stadtverordnetenvorsteherin Lieselotte Hiller, Architekt Marc Matzken (AGN/Heimspielarchitekten) und Bürgermeister Klaus Friedrich.
Schlüsselübergabe: (von links) Stadtverordnetenvorsteherin Lieselotte Hiller, Architekt Marc Matzken (AGN/Heimspielarchitekten) und Bürgermeister Klaus Friedrich. © Lutz Benseler

Mit einem Festakt und 200 geladenen Gästen ist am Donnerstag das neue Korbacher Rathaus seiner Bestimmung übergeben worden.

Korbach – Arbeitsplatz für rund 150 Beschäftigte und Anlaufstelle für knapp 24.000 Korbacher Bürger: Nach knapp drei Jahren Bauzeit hat das neue Rathaus den Betrieb aufgenommen – mit der feierlichen Schlüsselübergabe nun auch offiziell besiegelt. „Ein Gebäude mit Charakter und Originalität. Ein Bauwerk, das mehr ist als schlicht nur ein Verwaltungsgebäude. Ein Bauwerk, das politisches und verwaltungsmäßiges Zentrum eines demokratischen Bürgergeistes sein darf“, sagte Bürgermeister Klaus Friedrich beim Festakt im neuen Sitzungssaal.

Das neue Rathaus sei nicht nur ein Bekenntnis zur Alt- und Innenstadt, sondern auch ein „ästhetischer, ereignisreicher und städtebaulich überzeugender Entwurf in jeder Hinsicht“, so Friedrich. Die Entscheidung, nicht ein technisches Rathaus auf der grünen Wiese weit weg von der Bürgerschaft zu bauen, sei richtig gewesen. Das neue Rathaus sei auch „ein Frequenzbringer für die Altstadt, angedockt an Fußgängerzone und an das moderne Korbach und somit ein Mittelpunkt, historisch wie auch zukünftig“.

„Die Verwaltung gehört mitten in die Stadt“, sagte Regierungspräsident Mark Weinmeister, der auch die Grüße des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier ausrichtete. Die Verbindung von Dienstleistungsstätte für die Bürger und Repräsentation sei gelungen. Darüber hinaus sei nachhaltig gebaut worden.

Für Bauamtsleiter Stefan Bublak war die Eröffnungsfeier auch ein emotionaler Moment: „Das Rathaus ist mein Patenkind“, sagte er. „Es ist gut, es ist gelungen, jede Minute Einsatz dafür hat sich gelohnt.“ Bublak erinnerte daran, dass der Entwurf für den Neubau als Sieger aus einem Architekten-Wettbewerb mit insgesamt 133 Einreichungen hervorgegangen war.

Architekt Marc Matzken von der Arbeitsgemeinschaft AGN/Heimspielarchitekten überreichte schließlich den symbolischen Schlüssel an Stadtverordnetenvorsteherin Lieselotte Hiller und Bürgermeister Klaus Friedrich. „Das Gebäude fügt sich in die Stadt ein und schafft qualitative Plätze“, erläuterte Matzken. Eine Besonderheit sei das Urban-Mining-Konzept: 6000 Tonnen Beton aus dem abgerissenen Altbau seien im Neubau recycelt worden.

Das Klezmer-Trio „Ensemble Chaverim“ untermalte den Festakt musikalisch. Die Gäste ließen sich anschließend bei Rundgängen die neuen Räume zeigen. Eine Eröffnungsfeier mit Tag der offenen Tür folgte am Freitag. Fest und Besichtigungen wurden am Samstag fortgeführt.

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