Kindergarteneltern aus Marienhagen wehren sich gegen Vorwurf des „Vertrauensverlustes“

„Nicht Erzieherinnen beschuldigen“

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Während der Infektionszeit herrschten im Kindergarten Marienhagen besondere Hygieneanforderungen.Archivfoto: dpa

Vöhl-Marienhagen - Vor drei Monaten informierte ein erster Aushang im Kindergarten in Marienhagen die Eltern über Magen-Darm-Erkrankungen. Die Fälle häuften sich und im Dezember wurden die Eltern über Salmonellen-Infektionen informiert.

„Zu spät“, befanden Eltern und meldeten sich bei der Waldeckischen Landeszeitung. Sie hätten sich früher Informationen über Salmonellen gewünscht und beklagten einen Vertrauensverlust (wir berichteten).

„Davon kann nicht die Rede sein“, betont nun Inga Wiesemann, selbst Mutter eines Kindergartenkindes aus Marienhagen. Ihr sei es wichtig, deutlich zu machen, dass nicht alle Eltern den Vorwurf des „Vertrauensverlustes“ unterschreiben würden. „Ich persönlich habe mich sehr wohl gut informiert gefühlt und in meiner Wahrnehmung konnte kaum von einem Ausnahmezustand die Rede sein“, betont Inga Wiesemann. Die Mitarbeiter im Kindergarten seien jederzeit zu Auskünften über vorgesehene Maßnahmen bereit gewesen. „Ich habe sehr wohl Vertrauen, dass mit der Gesundheit unserer Kinder verantwortungsbewusst umgegangen wird und worden ist“, erklärt die Obernburgerin. Sie empfinde es als unfair, nun die Erzieherinnen zu beschuldigen, nicht offensiv mit dem Thema Salmonellen umgegangen zu sein. Diese Einschätzung würden auch andere Eltern teilen: Träger und Erzieher hätten sich nichts zuschulden kommen lassen.

Unterdessen hatte auch Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert erklärt, auf Empfehlung des Fachdienstes Gesundheit gehandelt zu haben. Der war bereits im Oktober zu Rate gezogen worden. Die Maßgabe, Salmonellen als Krankheitsursache zu benennen, habe es aber erst im Dezember gegeben. Bis dahin habe die Empfehlung auf die Formulierung „Magen-Darm-Erkrankung“ gelautet. (resa)

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