Usseln

„Nicht nur Schlafdorf werden“

- Willingen-Usseln (bk). Die Befürworter des 
geplanten Quad-Parcours melden sich zu Wort. In einer Veranstaltung des Kur- und Verkehrsvereins signalisierten heimische Gewerbetreibende, dass sie hinter dem Projekt 
stehen.

„Usseln soll nicht nur ein Schlafdorf werden, wo alle Ruhe haben“, so der 2. Vorsitzende des Vereins, Otto Götz, der die Versammlung leitete. Er verwies auf rückläufige Tendenzen in verschiedenen Bereichen, so auf die Schließung mehrerer Einzelhandelsgeschäfte und starke Rückgänge im Tourismus. „Bei den Gäste- und Übernachtungszahlen sind wir wieder auf dem Stand von 1971 angekommen“, betonte er. Für 2007 nannte er die Zahl von rund 110 000 Übernachtungen. „Zwischenzeitlich hatten wir 230 000 Übernachtungen.“ Bei der Veranstaltung im Posthotel stellten Nicole Görlich und Uwe Donath-Görlich, die die Anlage bauen und betreiben wollen, sowie Marco Schmirler, der mit der Planung beauftragt ist, das Vorhaben noch 
einmal vor. „Es soll eine schöne Familienfreizeitstätte werden, wo Jung und Alt etwas 
erleben können“, so Schmirler. An normalen Werktagen liegt die Schallbelastung nach seinen Worten im grünen Bereich. „An Sonn- und Feiertagen kann es in Spitzenzeiten zu erhöhten Werten kommen.“ Der Planer nannte verschiedene Möglichkeiten zur Reduzierung möglicher Lärmspitzen:  Die vom Ehepaar Görlich ohnehin geplante Anpflanzung von Hecken, Büschen und Bäumen; eine Verringerung der Anzahl der Fahrzeuge; eine Verkürzung der Quad-Strecke zu den in Frage kommenden Zeiten beziehungsweise die Öffnung eines Teilbereichs für Mountainbiker; schalldämmende Maßnahmen an den Fahrzeugen. Die Investoren, die eine Quad-Vermietung mit derzeit sechs Fahrzeugen in Usseln betreiben, wollen nur eigene Quads auf dem Parcours zulassen. Wie bereits berichtet, sollen höchstens 15 Fahrzeuge gleichzeitig ihre Runden drehen dürfen. Uwe Donath-Görlich geht davon aus, dass Anfänger auf der Strecke maximal Geschwindigkeiten von 40 bis 45 km/h erreichen. „Fortgeschrittene können dort ebenfalls nicht viel schneller fahren.“ Einer möglichen Staubentwicklung wollen die Betreiber mit Rindenmulch oder Wasser entgegenwirken. In der Veranstaltung, an der gut 20 Mitglieder des Kur- und Verkehrsvereins teilnahmen, wurde als Hauptargument für den Bau der Strecke eine Bereicherung des touristischen Angebots genannt. „Für Senioren gibt es in Usseln genug. Es muss auch was für die Familien gemacht werden“, forderte eine Vermieterin.Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Mittwoch, 5. Mai 2010.

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