Vereinsschau des Korbacher Geflügelzuchtvereins ? Alle 228 Tiere mit „sehr gut“ oder besser bewertet

Nicht nur Vögel, sondern Rassegeflügel

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Nachdem die Geflügelschau im vergangenen Jahr wegen des Vereinsjubiläums ausgefallen ist, präsentieren Mitglieder und Gäste des Korbacher Geflügelzuchtvereins wieder ihre Rassetiere. Stadtrat Reinhard Müllenhoff (r.) überbrachte Grußworte der Stadt.

Korbach-Lelbach. - Die Korbacher Geflügelzüchter luden am Wochenende zu ihrer Vereinsschau nach Lelbach ein. Zahlreiche Hühner- und Taubenrassen fanden Bewunderer.

Wer am Wochenende die Lelbacher Mehrzweckhalle betrat, wurde von krähenden Hähnen begrüßt: Der Geflügelzuchtverein Korbach 1912 hatte zur Vereinsschau geladen und 21 Züchter kamen auch aus dem Rest des Landkreises, um ihr Rassegeflügel zu präsentieren. Ebenso zeigten 14 Jungzüchter ihre Lieblinge.

Laien mögen mit Namen wie blaugehämmert-geherzter Pommerscher Kröpfer oder kennfarbige Zwerg-Wyandotte wenig anfangen können, aber die Geflügelfreunde klärten gerne auf. Die meisten der 228 Tiere waren Hühner oder Zwerghühner, fast alle anderen Tauben. „Es ist nur eine kleine Veranstaltung, da die Wassergeflügelzüchter zur Hauptsonderschau nach Bielefeld gefahren sind“, erklärte Dirk Emde, Vorsitzender des Vereins. Lediglich drei Enten quakten in einer Ecke der Halle.

Die Preisrichter begutachteten ein hochkarätiges Teilnehmerfeld: Manche Tiere stammten von Züchtern, die schon deutsche und europäische Meisterschaften gewonnen haben.Bei der Bewertung ging es darum, der Musterbeschreibung der Rasse so genau wie möglich zu entsprechen. Details wie die Biegung der Schwanzfedern, der Zustand des Kammes, die Musterung und mehr gaben dabei den Ausschlag. Alle Tiere erhielten mindestens die Wertung „sehr gut“, zwölf sogar „hervorragend“. Sieben Exemplare, darunter auch welche von Jungzüchtern, kamen auf die Bestnote „vorzüglich“.

Den Landesverbandspreis erhielt Rassehühnerzüchter Ludwig Schmidtmann für eine silberfarbig-gebänderte Zwerg-Wyandotte, das Kreisverbandsehrenband ging für eine Deutsche Modeneser Gazzi an Taubenzüchter Helmut Merhof.

In Vertretung für Bürgermeister Klaus Friedrich überbrachte Stadtrat Reinhard Müllenhoff Grußworte. Als Sohn des ersten deutschlandweit erfolgreichen Züchters aus der Region war er ein gern gesehener Gast. „Ich weiß, wie es ist, sich 365 Tage im Jahr um solche Tiere zu kümmern“, erklärte er.

Nur wenige dieser Tage muss das Rassegeflügel dabei in Käfigen verbringen: „Normalerweise laufen sie auf der Wiese“, erläuterte Dirk Emde. Die verschiedenen Rassen, von denen sich manche auf der Roten Liste befinden, seien ein altes Kulturgut, das erhalten werden müsse. Außerdem würden Rassehühner benötigt, um den Genpool bei Legehennen aufzufrischen, erklärte Dirk Emde Sinn und Zweck der Geflügelzucht. Der Anblick von mit ihren Tauben gurrenden Züchtern zeigte aber, dass ihnen die Pflege ihrer Tiere vor allem viel Freude bereitet. (wf)

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