Kirchensanierung in Oberorke nach drei Jahren abgeschlossen

„Nutzt eure Kirche und lebt mit ihr“

Vöhl-Oberorke - Unter dem Motto: „ Gott baut ein Haus, das lebt“ stand am Pfingstonntag das Fest zum Abschluss der dreijährigen Kirchensanierung. Ein buntes Programm lockte zahlreiche Besucher in die Fachwerkkirche.

Die Sonne schien, als Pfarrerin Heidi Houska das Kirchenfest mit einem Festgottesdienst eröffnete. Der Ober- und Niederorker Kirchenvorstand hatte die Veranstaltung organisiert. Der Gottesdienst in der voll besetzten Kirche wurde von den beiden Kirchenvorstandsmitgliedern Ilona Bäcker und Gerda Grebe mitgestaltet.

An der Orgel spielten Torben Schott und Samuel Huhn. Für einen fröhlichen Auftritt sorgten die kleinen Kirchen- und Feldmäuse. Diese Kindergottesdienstkinder hatten mit Melanie Grebe passend zum Kirchenfest ein lustiges Rollenspiel mit Gesang einstudiert. Die gelungene Darbietung der kleinen Gemeindemitglieder wurde mit langanhaltendem Applaus belohnt. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst mit Auftritten des Gemischten Chores aus Ederbringhausen unter Leitung von Frank Leyhe, dem Viermündener Kirchenchor unter Leitung von Gunhild Armand und der Gitarrengruppe Orketal unter Regie von Margret Happel. Begeistert waren alle Kirchenbesucher von der Improvisation über „Oye Como Va“ von Torben Schott mit der Geige und Irmhild Weber mit der Djembe. Gemeinsam gesungene Gemeindelieder rundeten den Festgottesdienst ab.

Im Anschluss gab es einen Rückblick auf die dreijährige Kirchensanierung. Pfarrer Wolfgang Houska, Wilhelm Greese und Architekt Adam-Willi Finger erinnerten an die Renovierungsarbeiten. Diese Instandsetzung war dringend erforderlich, da große Bauschäden aufgetreten waren. Seit Dezember 2009 diente das Schützenhaus in Oberorke und das Dorfgemeinschaftshaus in Niederorke als Ausweichquartier für die Gottesdienste. Houska: „Wir sind die lebendigen Steine dieser Kirche. Nutzt eure Kirche und lebt mit ihr“. Wilhelm Greese hat sich von Beginn der Bauphase bis zur Fertigstellung der Sanierung als Baubegleiter sehr engagiert. Pfarrer Houska und Architekt Finger dankten ihm dafür. Greese gab den Dank an alle Helfer, die beteiligten Firmen und Einrichtungen weiter. Der Erlös des Kirchenfestes soll für den Kauf von neuen Sitzauflagen verwendet werden.

Bürgermeister Harald Plünnecke stellte in seinem Grußwort fest, dass es in gemeinsamer Anstrengung von kirchlicher und politischer Gemeinde gelungen sei, „die Kirche im Dorf zu lassen“. Als kunsthistorisches Denkmal gelte das Gotteshaus vor allem wegen der Malereien im Stil des Bauernbarock an den Verkleidungen der Empore. „2016 feiern Niederorke und Oberorke das 1000. Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung. Ich bin sicher, dass die Kirche sowohl als Institution wie auch als Bauwerk dort eingebunden sein wird“, sagte Plünnecke.

Am lebendigen Festgottesdienst nahm auch Pfarrer i.R. Leo von Busse aus Ziegenhain teil und sprach ein Grußwort. Er erinnerte an die Zeit als Gemeindepfarrer im Kirchspiel Viermünden von 1969 bis 1976.

Nach dem Festgottesdienst konnten sich alle Besucher mit deftigen Speisen und an einem reichhaltigen aufgebauten Kuchenbüfett stärken. Rund um die Kirche fanden Musikdarbietungen und Aktionen statt. Durch das Nachmittagsprogramm führte Rainer Groß. Der Männergesangverein Viermünden unter Leitung von Jutta Backhaus trat auf und auch die Gitarrengruppe Orketal spielte noch einmal Lieder vor der Kirche. Eine weitere musikalische Darbietung lieferte die evangelische Jugendband „Faith United“ unter Leitung von Claudia Vach. Mit von der Partie waren auch die Tastendudler von Orke und Eder unter Leitung von Heidi Ziegler.

Im Innenraum der Kirche erinnerten eine Bilderausstellung an das letzte Gemeindefest, an die Fachwerksanierung 1995 und die aktuelle Innensanierung. Historikerin Anita Lorenz gab auf Wunsch Erklärungen und Informationen an interessierte Besucher weiter. Als Zeichen der Hoffnung pflanzten Dekanin Petra Hegmann und Wilhelm Greese zusammen mit Kirchenvorstandsmitgliedern und einigen Gästen einen lilafarbenen Fliederbusch. Für die kleinen Besucher gab es Bobbycarfahren, eine Spielecke und Kutschfahrten. (gs)

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