Erster Bauabschnitt der Kirchensanierung in Obernburg ist angelaufen

Obernburger Kirche ohne Dachziegeln

+
Der Kirchenvorstand, Architektin und Pfarrer machen sich ein Bild von der aktuellen Lage: Die Bauarbeiten rund ums Dach an der Obernburger Kirche laufen.

Vöhl-Obernburg. - Schon jetzt haben die Obernburger rund 100 Stunden Eigenleistung auf die Beine gestellt - dabei hat der erste Bauabschnitt der Kirchensanierung gerade mal begonnen. Dabei steht vor allem die Dachkonstruktion auf dem Prüfstand.

So haben die Obernburger ihre Kirche selten gesehen: Wo früher Schiefern lagen, sind jetzt helle Holzbalken sichtbar. Gerüst und Folie verhindern, dass es reinregnet. Und auch das Innere der Kirche ist kaum wieder zu erkennen: Unter dem eindrucksvollen, aber inzwischen nackten Tonnengewölbe steht ebenfalls ein Gerüst, die Orgelpfeifen haben ihren Platz verlassen. „Wir befinden uns Mitten im ersten Bauabschnitt“, sagt Jörg Wiesemann vom Kirchenvorstand.

Der dreht sich vor allem ums Dach: Die Dachkonstruktion wurde unter die Lupe genommen, morsche Balken werden ausgewechselt und die Dacheindeckung soll erneuert werden. Im Innenraum haben die Obernburger die Weichfaserplatten in Eigenleistung vom Tonnengewölbe entfernt. „Wir waren auf der Suche nach Malereien“, sagt Pfarrer Daniel Kallen. Die wurden nicht gefunden, was bedeutet, dass die Bauarbeiten munter und wie geplant weiter gehen können. Ein Kalkanstrich soll die Holzkonstruktion des Tonnengewölbes künftig zieren. Dieser erste Bauabschnitt kostet insgesamt 300 000 Euro - 100 000 Euro zahlt die Landeskirche, 100 000 der Kirchenkreis, 74 000 Euro werden durch die Baulastablösung gestemmt, 16000 Euro Rücklagen wurden investiert und 10 000 Euro brachte die Gemeinde durch ein Darlehen auf.

„Damit aber auch der zweite und der dritte Bauabschnitt möglich werden, brauchen wir dringend noch mehr Spenden“, sagt Jörg Wiesemann und freut sich über die Gelder, die bereits auf dem Spendenkonto eingegangen sind. Nun soll es weitergehen: Im zweiten Schritt steht die Innensanierung an - es soll einen Mittelgang geben, neue Bestuhlung, einen Wandanstrich und Heizung und Elektronik sollen erneuert werden. Auch die Trockenlegung des Mauerwerks ist nötig geworden. Im dritten Bauabschnitt steht dann die Sanierung des Glockenturms im Fokus.

Für die Finanzierung hofft die Gemeinde auf die Aufnahme in den Kirchenerhaltungsfonds: Dort werden selbst gesammelte Spenden von der Landeskirche verdoppelt. „Dafür müssen wir aber erstmal noch fleißig sammeln“, sagt Wiesemann.

Spendenkonto: Sparkasse Waldeck-Frankenberg, BLZ 52350005, Kontonummer 9346586, Empfänger: Kirchenkreisamt Waldeck-Frankenberg, Verwendungszweck „Spende Kirchenrenovierung Obernburg“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare