Heimgeleuchtet

Öko-Politik

Korbach - Viel Wind um Öko-Saft aus der Dose erleben wir Korbacher ja dieser Tage.

Denn angesichts von 200 Meter hohen Türmen, die unseren Kilian in der Altstadt also ums Doppelte überragen, flößt auch so eine Windmühle inzwischen mächtig Respekt ein. Da unten bei Strothe in der Marke scheint die Sache derweil recht unverfänglich, und die Waldgenossen würden die Mühlen wohl auch anwerfen. Doch just der Naturschutzbund unter Regie des Grünen-Fraktionschefs möchte im Sechs-Kilometer-Radius am liebsten von EWF einen Storchenmasten aufstellen lassen. Damit die Einflugschneise von Meister Adebar die Windparkpläne nicht durchkreuzt, gab es hinter den Kulissen bereits ganz andere Überlegungen: Im parlamentarischen Wechselspiel könnte die CDU die Ansiedlung eines Bibers beantragen – der sich mit seinen Beißerchen dann am Storchenmasten gütlich tut. So was nennen wir dann alternative Streitkultur in der Politik.Da hatten es unsere Vorfahren doch einfacher, ihr gutes Recht durchzusetzen. So verweist derzeit die Ausstellung zum Stadtrechtsjubiläum auf eine knifflige familiäre Frage aus dem 14. Jahrhundert: Bei „Schmähungen und Ungerechtigkeiten“ gegenüber ihren Eltern drohen Kindern sechs Wochen Karzer bei Wasser und Brot. Wenn das nicht hilft, dann droht ein halbes Jahr – im Zweifel sogar lebenslänglich …

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