Teilnehmer erhalten geistliche Impulse

Ökumenische Aktion in Korbach: Pfingsten von Kirche zu Kirche pilgern

Korbach Pfingsten Pilgerweg Christuskirche
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An der Christuskirche (SELK) konnten Pilger unter anderem ein Labyrinth durchschreiten, in dem auf dem Foto (von links) Pastor Stefan Paternoster, Vorsteher Jochen Bergmann und Rüdiger Horstmann vom Vorstand des Arbeitskreises Christlicher Kirchen in Korbach (ACK) stehen.  l

Seit einem halben Jahrhundert leben und pflegen Christen in Korbach die Ökumene. An vielen Stellen gibt es Anknüpfungspunkte und gemeinsame Aktionen der Gemeinden.

Zu einem ökumenischen Pilgerweg durch die Stadt lud der Arbeitskreis Christlicher Kirchen am Pfingstmontag ein. An den beiden katholischen Kirchen, an der Kirche der Selbständig Evangelisch-Lutherischen Kirche und an den vier evangelischen Kirchen wartete jeweils eine Station auf die Pilger, die dort unterschiedliche geistliche Impulse bekamen.

Die Station in der evangelischen Kilianskirche griff das biblische Geschehen an Pfingsten auf: Nach der Apostelgeschichte des Evangelisten Lukas wurde die christliche Gemeinschaft damals „mit dem Heiligen Geist erfüllt“ – und „alle begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.“ Entsprechend wurde das „Vater Unser“ in Ton und Schrift in verschiedenen Sprachen der Welt präsentiert. Auch Orgelmusik erklang.

Biblische Worte in verschiedenen Sprachen

 An der Christuskirche der SELK konnten Pilger ein Labyrinth durchlaufen. In der Kirche waren passend zum Pfingstfest biblische Worte in verschiedenen Sprachen ausgelegt. Nicht nur einzelne Bibelstellen, sondern vollständige Bibeln lagen im Bibelgarten der evangelischen Markuskirche zum Mitnehmen aus. Wie Pfarrerin Christel Wagner erklärte, seien diese Bibeln gespendet worden. Außerdem erfuhren Pilger eine Menge über Sinn und Zweck des Bibelgartens, der sich aktuell in der Neugestaltung befindet.

Ehrenamtliche für Kräutergarten an Markuskirche gesucht

„Leider sind in der Vergangenheit einige Dinge mutwillig zerstört oder auch gestohlen worden“, beklagte die Pfarrerin. Außerdem hätten Bauarbeiten auf dem Gelände stattgefunden. Laut Christel Wagner sucht die Gemeinde noch Interessierte, die sich ehrenamtlich um den Kräutergarten kümmern.

Tauben als Zeichen für den Heiligen Geist

Auf der Wiese zwischen der evangelischen Nikolaikirche und Bürgerhaus wimmelte es am Pfingstmontag nur so von Tauben aus Papier, als Zeichen für den Heiligen Geist. Diese Tauben hatte die Gemeinde an Leinen aufgehängt und die Pilger ermutigt, ihre Wünsche an Gott darauf zu notieren. In der evangelischen Johannesgemeinde galt es unter anderem, mit Papierblumen einen Maienbaum zu schmücken.

In der katholischen Lichterkirche St. Marien gab es ebenfalls geistliche Impulse sowie ein Angebot des Kindergottesdienstteams, in der katholischen Kirche St. Josef informierte eine umfangreiche Ausstellung über „50 Jahre Ökumene in Korbach. red/sg

Bilder vom ökumenischen Pilgerweg in Korbach

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