Korbach

Offene Moschee: Auf Socken fremde Kultur entdecken

- Korbach. Deutsche Einheit im muslimischen Gebetshaus: Die Korbacher Bayazit-Moschee hat am 3. Oktober ihre Türen für Besucher geöffnet.

Der Tag der Deutschen Einheit ist seit 1997 auch Tag der offenen Moschee. In ganz Deutschland öffneten gestern Moscheen ihre Türen, boten Einblicke ins Gemeindeleben und persönlichen Kontakt mit Muslimen. Zum ersten Mal hat sich auch die Bayazit-Moschee der türkisch-islamischen Gemeinde in Korbach an der Aktion beteiligt. Wer nicht weiß, was sich hinter den Mauern dieses Gebäudes befindet, käme wohl nie auf die Idee, vor einer Moschee zu stehen. Nur ein Schild neben dem Eingang verweist auf das islamische Kulturzentrum. Seit 2008 residiert die Gemeinde in den ehemaligen Räumen der Kreishandwerkerschaft in der Gabelsbergerstraße. „Wir haben fast alles in Eigenleistung umgebaut“, sagt Muhammet Balkan, der Kassierer des Vereins. Nur die aus der Türkei importierten mit Ornamenten und arabischen Schriftzeichen verzierten Kacheln hat eine Fachfirma aus Südhessen angebracht.Rund 20 Besucher stehen in Socken auf dem dicken, weichen Teppich des Gebetsraums. Beim Freitagsgebet und an islamischen Feiertagen beten hier mindestens 150 Moslems oder hören der Predigt von Imam Kadir Kinik zu. (lb) Mehr in der Printausgabe der WLZ vom 4. Oktober 2004

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