Sondersitzung der Stadtverordnetenversammlung beginnt Montagabend am Berndorfer-Tor-Platz

Ortstermin im „Loch“

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Die Planungen sehen eine ellipsenförmige Terrasse am Eiscafé im „Loch“ vor. Über die Größe und Ausrichtung des Rondells sollen die Stadtverordneten in einer Sondersitzung am Montag entscheiden.Zeichnung: Architekten Kleine + Potthoff

Korbach - Vom „Loch“ zum freundlichen Forum? In einer Sondersitzung, die am Berndorfer-Tor-Platz beginnt, werden die Stadtverordneten am Montag über die Pläne für die Neugestaltung entscheiden.

Beim Ortstermin um 18 Uhr im „Loch“ steht vor allem ein geplantes Rondell am Eiscafé im Blickpunkt: Eine leicht ellipsenförmige Terrasse soll künftig den Höhenunterschied zwischen dem Einstieg in den Berndorfer-Tor-Platz vom Parkplatz her zur etwa 1,20 Meter tiefer liegenden Unterführung unter der Arolser Landstraße optisch ausgleichen.

Stadtverordnete wählen unter verschiedenen Varianten

Strittig ist die Größe des Rondells. Helmut Schmidt (SPD) hatte in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung die ‚Ausführungspläne kritisiert. Planer und Bauamt werden den Stadtverordneten deshalb am Montag unterschiedliche Varianten der Terrasse vorstellen. Das Rondell soll auch als eine Art Bühne oder Präsentationsfläche bei öffentlichen Veranstaltungen genutzt werden. Außerdem soll das Eiscafé die Fläche für die Außengastronomie mitnutzen können.

Unterdessen haben die privaten Umbauten am Berndorfer-Tor-Platz schon begonnen: Sowohl des Pächter des Eiscafés „San Marco“ als auch das angrenzende Stoffgeschäft planen eine Erweiterung und Sanierung ihrer Räume. Das Eiscafé erhält einen neuen, vier Meter hohen gläsernen Vorbau und eine Faltwand, die im Sommer offen stehen soll, und gewinnt dadurch etwa 40 Quadratmeter hinzu.Das Stoffgeschäft soll eine neue, gerundete Fassade erhalten, wodurch sich die Ladenfläche ebenfalls um etwa 40 Quadratmeter vergrößert.

Im gleichen Zuge will die Stadt die wuchtige und ohnehin marode Betontreppe zur Arolser Landstraße hoch abreißen und durch eine filigranere, einläufige Treppe mit offenen Stufen ersetzen. Auch darüber werden die Stadtverordneten in der Sondersitzung am Montag abstimmen.

Der Abriss des Parkdecks an der Kalkmauer ist derweil fast abgeschlossen. Die Bagger haben in den vergangenen Wochen ganze Arbeit geleistet: Nur noch wenige Trümmer sind von den einst 2000 Tonnen Stahlbeton geblieben. Wo bislang 70er-Jahre-Architektur das Bild dominierte, kommt der Verlauf der historischen Stadtmauer bereits völlig neu zur Geltung.

Parkplätze stehen ab Mitte August etappenweise wieder zur Verfügung

Die Fläche wird komplett neu gestaltet. Die Parkplätze sollen ab Mitte August etappenweise wieder zur Verfügung stehen und den Kunden der Hansestadt mehr Komfort bieten: Geplant sind breite Fahrgassen und 125 großzügige, ebenerdige Stellplätze, die das Ein- und Ausparken im vergleich zum engen Parkdeck bequemer machen.

Von Lutz Benseler

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