Bauausschuss: Einstimmiges Votum für Pläne am Parkhaus an der Kalkmauer

Parkplatz gibt Richtung vor

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So könnte es am Ende aussehen: Noch sind die neuen Parkplätze „An der Kalkmauer“ aber im Planungsprozess, betont Bauamtsleiter Stefan Bublak.Grafik: Stadt

Korbach - Im Januar könnte die Entscheidung für das Material fallen, im Sommer der Startschuss für den Bau: Mit seiner einstimmigen Entscheidung für die neuen Parkplatzpläne an der Kalkmauer bringt der Bauausschuss die Entwicklung in Schwung.

Es ist ein Spagat: Auf der einen Seite will die Stadt bei der neuen Anlage an der Kalkmauer keine Parkplätze verlieren, auf der anderen Seite aber in städtebaulicher Hinsicht besondere Qualitätsmerkmale setzen. Im Bauausschuss stellte Bauamtsleiter Stefan Bublak die neuen Pläne vor, die nun Quantität und Qualität unter einen Hut bringen wollen.

Fest steht: Das alte Parkhaus wird einem Parkplatz weichen. Die Zahl der Stellplätze wurde nochmal aufgestockt und beträgt nun 125 - zehn mehr als noch bei den Plänen im Sommer. Jeder Parkplatz soll 2,65 statt 2,50 Meter breit sein, die Stellplätze verteilen sich auf die untere Ebene des heutigen Parkhauses und des östlich der Bunsenstraße vorhandenen Parkplatzes. Bublak betont aber: „Wir befinden uns nach wie vor in der Planungsphase, das ist noch keine endgültige Fassung“. Ein leichtes Gefälle gleicht den Höhenunterschied zwischen der Straße „An der Kalkmauer“ und den Geschäftsgebäuden gegenüber aus - hier werden also keine Stufen und Rampen nötig. Anders als am westlichen Rand der neuen Parkfläche: Eine Treppenanlage soll die Autofahrer ans Berndorfer Tor führen.

Für zwei Bereiche der neuen Parkanlage hat die Stadt besondere Pläne: Der Verlauf der historischen Stadtmauer soll zur Abgrenzung zu den Geschäftshäusern im Süden ebenerdig nachgebildet werden. „Ob wir dort Sitzmöglichkeiten schaffen oder mit einem Lichtband arbeiten, ist noch offen“, erklärte Bürgermeister Klaus Friedrich, „auf jeden Fall soll die alte Struktur nachvollzogen werden“.

Auch der größte Teil des Parkplatzes, der direkt an die Fußgängerzone grenzt, könnte besonders gestaltet werden. „Wir würden ein homogenes Pflaster empfehlen, um den Platz vielseitig nutzen zu können“, erklärte Bublak, „dann könnte dort zum Beispiel auch irgendwann der Wochenmarkt oder Konzertveranstaltungen stattfinden.“

Die Entscheidung für Sitzmöbel, Musterung und Material könnte im Januar fallen - zuvor wollen sich die Ausschussmitglieder in anderen Städten über verschiedene Möglichkeiten informieren. Bublak betonte: „Die Entscheidung, die wir am Parkplatz treffen, ist richtungsweisend für die weitere Gestaltung der Fußgängerzone“.

Von Theresa Demski

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