Korbach

Passage in eine neue Konsumwelt

- Korbach (jk). Korbachs Konsumwelt erweitern, das möchten zwei Investorengruppen. Es geht um Einzelhandelsflächen auf der brachen Gewerbeinsel zwischen Fußgängerzone und Güterbahnhof.

„Lebendiger, ökologischer und nachhaltiger Teil Korbachs“, so warb Architekt Christoph Hesse (Korbach) für sein „hochwertiges Architekturprojekt“. „Kein Verdrängungswettbewerb“ meinte Architekt Klaus Brocke (Kassel) für seinen Gegenentwurf. Denn unterschiedlicher könnten die Pläne für ein brach liegendes Areal der Korbacher Innenstadt kaum sein. Es geht um die Fläche zwischen Bahnhof, Güterbahnhof und „der“ Kuhbach an der Flechtdorfer Straße. Anfang der 70er-Jahre hatten die Stadtväter diesen Bereich als Teil der Stadtsanierung ausgewiesen. Während Fachwerk in der Altstadt neuen Glanz bekam, Fußgängerzone und Parkhäuser wuchsen, blieb der Zipfel am Ende des schmucken neuen „Körpers“ der Einkaufsstadt eher eine Problemzone. Rund 12 000 Quadratmeter umfasst das Gelände, 8000 Quadratmeter sind im Besitz von Axel Hoppe-Schumacher. Musikkneipe und ein Autohaus markierten über Jahre den Zipfel. Nach innen zur Fußgängerzone liegt ein städtischer Parkplatz mit 3200 Quadratmetern. Nach und nach verfielen dort alte Gewerbebauten, die Stadt ließ einen Teil abreißen und erweiterte vor zwei Jahren den öffentlichen Parkplatz. Aber die Situation bleibt ein Provisorium. Aktuell gibt es zwei neue Ansätze. Architekt Hesse plant für die Investorengruppe (ConBau) – also heimische Unternehmer, die eine Mixtur von Märkten, Büros, Praxen und Wohnungen anstreben. Zu hören ist von 2500 bis 3000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche, spekuliert wird etwa über Lebensmittel-, Drogerie- und Elektromarkt. Dafür benötigt ConBau im Kern nur privates Gelände von Hoppe-Schumacher – und hat sich dies bereits vertraglich gesichert. Darüber hinaus hat Hesse sich Gedanken gemacht, wie auch die restliche Fläche entwickelt werden könnte.Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Dienstag, 21. September 2010.

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