Abschiedsgottesdienst in der Korbacher Nikolaikirche

„Pfarrer Dierks, wir werden Sie vermissen“

Korbach - Großer Dank wurde Pfarrer Rüdiger Dierks am Sonntag bei seiner feierlichen Verabschiedung aus seinem Amt zuteil. Der Gottesdienst in der Nikolaikirche war bewegend – und Ausdruck dafür, wie hoch er von den Menschen seiner Gemeinden geschätzt wird.

Ob ein Pfarrer zu freudigen Festen seinen Segen gibt oder ob er bei traurigen Ereignissen seinen Trost spendet – er muss ein reiches theologisches Wissen und zugleich eine feine menschliche Tiefe besitzen, will er die Menschen, die sich vertrauensvoll an ihn wenden, auf ihren Wegen wirklich segensreich begleiten. Dass Pfarrer Rüdiger Dierks mindestens diese beiden Eigenschaften in sich vereint, wurde am Sonntagnachmittag in der Korbacher Nikolaikirche immer wieder wertschätzend hervorgehoben. Zu dem Abschiedsgottesdienst ihm zu Ehren waren neben seiner Familie auch viele seiner Gemeindeglieder aus Korbach und Lelbach, Wegbegleiter und Kollegen aus der Korbacher Ökumene in die Nikolaikirche gekommen – Menschen, die ihn vermissen werden, wenn er nach Antritt seines Ruhestands Anfang Juni zusammen mit seiner Familie wieder zurück nach Marburg zieht (wir berichteten). Seine letzte Predigt in der Nikolaikirche stellte Pfarrer Dierks auch selbst unter das Thema Abschied – hob aber zugleich die Kraft der Verbundenheit und des Glaubens hervor. Der Geist Gottes sei eine freie und belebende Kraft, ein Geist des Trostes, gab er seinen Gemeindegliedern zum Abschied noch einmal mit auf den Weg. „Wir danken Gott für Ihre Dienste, Gaben, Kräfte, Treue und Liebe“, sagte Dekanin Eva Brinke-Kriebel, ehe sie den beruflichen Lebensweg von Pfarrer Dierks Revue passieren ließ. Dierks habe das kirchliche Leben tief geprägt, sagte sie der Gemeinde zugewandt: „Achtet den Dienst, den Rüdiger Dierks an euch getan hat.“ Stadtkirchenverbandsvorsitzender Werner Nagel beschrieb Pfarrer Dierks als „ehrlich und geradeheraus“ und „Wir sind dankbar, dass Sie uns zwölf Jahre lang begleitet haben.“ Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich nannte Dierks einen „einfühlsamen, verständnisvollen, klugen Ratgeber. Wir werden Sie vermissen.“Werner Knipp und Günter Schlund von den Kirchenvorständen lobten Dierks als Pfarrer, der sich „sozial, politisch und kulturell engagiert“ und als „Prediger mit großem Sachverstand“. Sabine Köhler vom Gemeindeausschuss erinnerte an die lebendige Zeit mit Dierks. Und Vikar Uwe H. Kolkmann überbrachte Grüße im Namen der katholischen Gemeinde St. Marien und von Domkapitular Gisbert Wisse mit den Worten „Danke
für die gute Nachbarschaft.“ Von Marianne Dämmer

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