Für den früheren Nahkauf soll es wieder einen Supermarkt geben - Interessenten gibt es bereits

Pläne für Areal an Solinger Straße werden konkreter

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Spielplatz an der Gelsenkirchener Straße: Dieser soll attraktiver werden, wenn der Spielplatz an der Solinger Straße wegfällt.

Korbach – Die Planungen für das Areal in der Solinger Straße in Korbach, auf dem sich das Gebäude des früheren Nahkaufs befindet, nehmen Fahrt auf. Zur Erinnerung: Der Supermarkt schloss bereits Anfang 2018 seine Pforten.

Mittlerweile liegen konkrete Pläne vor, wie das Gelände – welches sich nun im Besitz eines Korbacher Privatinvestors befindet – in Zukunft gestaltet werden soll. Zuständig für die Planungen ist Architekt Christoph Hesse. Im Gespräch mit unserer Zeitung betont der 41-jährige Korbacher, dass auf dem Gelände ein neues Wohn- und Geschäftsgebäude entstehen soll. Dieses soll weiter nach hinten und damit auch näher an den evangelischen Kindergarten „Arche Noah“ versetzt werden. „Durch das Zurücksetzen gäbe es mehr Platz für Parkplätze. Schließlich soll es in dem neuen Gebäude neben Büros und Wohnungen künftig auch wieder einen Lebensmittelmarkt geben. Es gibt bereits drei Interessenten“, berichtet Hesse. Unterschrieben sei aber noch nichts, schließlich müsse erst einmal Baurecht für das Areal geschaffen werden.

Um ausreichend Fläche für das neue Gebäude zur Verfügung zu haben, müsste laut Christoph Hesse der städtische Spielplatz, der sich direkt am Spielplatz des Kindergartens befindet, wegfallen. Auf Anfrage unserer Zeitung sagte dazu Ralf Buchloh, Büroleiter bei der Stadt Korbach: „Die Planungen sind uns natürlich bekannt. Wir begrüßen das Vorhaben. Sollte es zur Verwirklichung kommen, fiele der städtische Spielplatz tatsächlich weg. Dafür würde aber der nahe gelegene Spielplatz an der Gelsenkirchener Straße deutlich an Attraktivität gewinnen.“

Spielplatz an der Gelsenkirchener Straße: Dieser soll attraktiver werden, wenn der Spielplatz an der Solinger Straße wegfällt.

Das geplante Bauprojekt kommt bei der Stadt Korbach auch deshalb gut an, weil im Souterrain-Bereich des neuen Geschäfts- und Wohngebäudes weitere Gruppenräume des Kindergartens „Arche Noah“ entstehen könnten. Die Nachfrage – gerade auch nach U 2-Plätzen – ist in der Stadt bekanntlich groß.

Auf die Pläne angesprochen, sagte Kirchenvorstand Fritz Willems gegenüber unserer Zeitung: „Es ist definitiv ein charmantes Projekt. Beschlossen ist aber noch nichts. Es sind noch viele Fragen, gerade auch hinsichtlich der Finanzierung weiterer Gruppenräume, zu klären. Aktuell befinde man sich in Gesprächen.

Auf die Frage, was mit dem seit längerem größtenteils leer stehenden Pfarrhaus geschehe, das sich ebenfalls auf dem Areal befindet, sagte Willems: „In dem Haus werden derzeit noch zwei Büros von unserer Pfarrerin genutzt. Sollte es irgendwann tatsächlich zu einer Realisierung des Bauprojektes und damit zur Schaffung weiterer Gruppenräume für den Kindergarten kommen, wäre das Pfarrhaus ideal, um dort auch zusätzliche Personalräume für die Erzieherinnen einzurichten.“

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