Goddelsheim

Planungen kommen aus Kinderschuhen

- Lichtenfels (den). Eine dritte Kindergartengruppe gibt es ab Februar 2010 im Kindergarten Goddelsheim. Dann kommt auch der jüngste Lichtenfelser Nachwuchs in den Genuss der professionellen Betreuung.

Stadt und Kirche ziehen an einem Strang. Seit Lichtenfels vor vier Jahren ein eigenes Kindergartenkonzept ausgearbeitet und es in diesem Jahr weiterentwickelt hat, steht fest: In Goddelsheim soll es eine Mittagsbetreuung und eine Kleinkindgruppe geben. Wenn am 1. Februar 2010 um 7.15 Uhr die unter Dreijährigen in die Kindertagesstätte strömen, ist das Ziel in Augen von Bürgermeister Uwe Steuber endlich verwirklicht. Zu den heutigen Zwei- bis Zehnjährigen aus Kindergarten und betreuter Grundschule stoßen dann zehn Neulinge hinzu. Seit dem 1. September 2007 bietet der Kindergarten eine Nachmittagsbetreuung an. „Diese Entscheidung war gut für uns. Sonst hätten wir eine Gruppe schließen und Mitarbeiter entlassen müssen“, blickt Pfarrer Klaus Nobiling zurück. Das flexible Buchungsmodell, die Ausweitung der Betreuung bis 17 Uhr und das Essensangebot sind in den Augen der Verantwortlichen der nächste Schritt in die richtige Richtung. „Wir haben 20 Anmeldungen von Eltern, können momentan aber nur fünf Plätze anbieten“, erläutert Kindergartenleiterin Antje Raabe den Bedarf. Die Mitarbeiter merken, dass sich die Eltern bereits sehr früh um eine Betreuung für ihren eigenen Nachwuchs bemühen.Die Kleinkindgruppe wird in den heutigen „Speisesaal“ einziehen. Die weiteren Planungen stecken allerdings noch in den Kinderschuhen. Einige bauliche Veränderungen stehen an. Zum Beispiel sollen eine größere Küche und ein Ruheraum eingerichtet werden. Die ersten Gespräche sind in der vergangenen Woche angelaufen. Sicher ist aber: Zwei zusätzliche Stellen mit 20 und 15 Stunden werden geschaffen. Insgesamt 425 000 Euro gibt die Stadt im kommenden Jahr für die Kinderbetreuung in Lichtenfels aus. Ziel ist es, wohnortnah eine Kinderbetreuung anzubieten und aufrechtzuerhalten. Klar ist aber auch: Goddelsheim ist einer der Standorte, an dem alle Angebote von Essensausgabe bis Nachmittagsbetreuung vorgehalten werden. „Das geht aber nicht überall“, gibt Bürgermeister Steuber, auch mit Blick auf die Ausgabenkritik des Rechnungshofs, zu.

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