Motto: „Ob Hessentag, ob Karneval – Korbach feiert überall“

Pointen, Polonaise und Sirtaki beim Kolpingkarneval in Korbach

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Eröffnung mit den Kolping-Clowns: Was haben der Berliner Flughafen und der Mars gemeinsam?  

Korbach. Tolle Stimmung am Samstagabend im Haus der Gemeinde, wo es hieß „Ob Hessentag, ob Karneval– Korbach feiert überall“. Die Clowns stimmten wie immer auf die Veranstaltung ein: „Heut ist Karneval in Korbach St. Marien...“

Zwei der Clowns, Karl-Franz Niemann und Thomas Kegel, sagten die Programmpunkte an und hatten viele kleine Witzchen parat. Was haben der Berliner Flughafen und der Mars gemeinsam? In 30 Jahren werden die ersten Menschen da landen. Und die Konzertreise des katholischen Kirchenchores war ein Erfolg, nur in Korbach kam kein Publikum. Kein Wunder, da hatte der Chor ja schon mal gesungen.

Neu und jung im Team der Akteure bewährte sich Tobias Kegel, mal als Straßenjunge und mal im Männerballett. Ein Fahrkartenkontrolleur (Karl-Franz Niemann) berichtete von den Tücken des Bahnfahrens sowie von der Beschwerdestelle, die unerreichbar war oder zu Unpünktlichkeit nur meinte: „So was hat´s bei uns noch nie gegeben.“

Dass das Leben Sirtaki tanzt, machten die Kolping-Girls vor. Getanzt haben zwischendurch auch zur Musik von Bastian Jobst aus Unna die ganzen Jecken im Saal, und eine Super-Polonaise gab es auch. Beliebte klassische Stücke boten die beiden Tenöre nebst einem Engel dar, die katholische Frauengemeinschaft schwamm synchron bei Olympia mit, und ein Schnadegänger (Heinz Merl) präsentierte den praktischen, transportablen Grenzstein für Waldeck und Westfalen. Nach seiner Auftrittspause kam als Überraschungsgast die doofe Nuss (Herbert Schattel) daher. Mit monoton-leidender Stimme erzählte er vom Familienleben.

Eine lange Weinprobe zelebrierten drei Mönche, unter anderem kosteten sie vom Goldhäuser Eisenberg-Silvaner. „Sprachlos“ hieß eine lustige Pantomime von Ramona und Thomas Kegel, ehe Helga Eirund als alternde Diva die Bühne betrat. Ganz flott konnte sie aber auch Samba, und das alles war nach vielen Jahren ihr letzter Auftritt. Mit einem Super-Applaus, Raketen und Helaus wurde sie verabschiedet.

Dann kam „de rheinische Jong“ (Manfred Rummel) herein und erzählte seine witzig-spritzigen Geschichten. Zum Hessentag erleichtert das Finanzamt die Steuererklärung. Nur zwei Punkte sind auszufüllen: 1. Wie hoch war Ihr Einkommen 2017 ? Und 2. Bitte überweisen Sie diesen Betrag!

Der Landrat hatte beim von ihm geretteten Frosch einen Wunsch frei. Er wünscht sich die Fertigstellung der Umgehungsstraße Dorfitter bis zum Korbacher Hessentag Ende Mai. Nein, das konnte das Tier nicht schaffen. Dann eben, dass das Kreiskrankenhaus Frankenberg in 30 Jahren eine schwarze Null schreibt. Da fragt der Frosch: Soll die Umgehung zwei- oder vierspurig sein?

Ein letzter Höhepunkt wie gewohnt das Männerballett. Das Ensemble schnaufte als moderner Mitternacht-Express ein, ehe Akteure und das Publikum sich wünschten: „So ein Tag, so wunderschööön wie heute...“ (ut)

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