Korbach

Polarlandschaft auf der Hauer

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- Korbach (lb). Väterchen Frost hat noch einmal kräftig nachgelegt: Für den Räumdienst war gestern der härteste Tag in diesem Winter.

Während andere noch schlafen, räumen sie schon: Kurz vor vier Uhr haben Bauhof-Mitarbeiter und Fremdfirmen mit zwei Unimogs und zwei Lastwagen, jeweils mit Schneeschildern, mit dem Kampf gegen die Schneemassen begonnen. Fünf Trecker verstärkten das Team ab fünf Uhr, eine halbe Stunde später starteten außerdem sechs Fußgruppen. Radlader räumten die Bushaltestellen frei.

Mit einer 2,50 Meter breiten Schneefräse machte ein Landwirt im Auftrag der Stadt den Weg zu den Aussiedlerhöfen frei, eine weitere war in der Innenstadt im Einsatz, um die Schneeberge an den Straßenrändern abzuräumen. Zwei Container-Lastwagen brachten im Pendelverkehr das kalte Gut auf den Hauerparkplatz. Dort türmte sich die weiße Pracht zu einer Polarlandschaft auf. Ab 18 Uhr wurde der Schnee in der Innenstadt und der Fußgängerzone abgefahren.

Vom einen zu viel, vom anderen zu wenig: Während die Schneeberge in den Himmel wachsen, kommen die Salzlieferanten nicht nach. „Wir haben seit mehr als einer Woche über 100 Tonnen Außenstände“, sagt Friedhelm Schmidt, Leiter des Eigenbetriebs Technische Dienste und Feuerwehr. Die Hiobsbotschaft kam Montagmorgen per Telefon: Geliefert wird frühestens in der zweiten Januarwoche. „Wir haben nur noch einen kleinen Rest von wenigen Tonnen Streusalz“, so Schmidt. Mit denen müsse die Stadt nun sehr sparsam haushalten. Ab Mittwoch wird jedoch Tauwetter erwartet, Glatteis ist vorprogrammiert. „Wir müssen dann besondere Priorität auf die Hauptverkehrsstraßen mit Berufsverkehr legen“, sagte Schmidt.

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