Korbach

Polizei nimmt Räuberbande hoch

- Korbach (r).Der Korbacher Polizei gelingt die Aufklärung zahlreicher Straftaten in der Kreisstadt und näheren Umgebung.

Bereits am 23. Juli hatten Polizisten zwei Einbrecher festgenommen, die in der Nacht zuvor in eine Gaststätte in Ober-Ense eingedrungen waren. Der Gastwirt war durch Geräusche wach geworden und sah die beiden Dunkelmänner noch weglaufen. Dank seiner guten Beschreibung gelang es der Polizei, die mutmaßlichen Täter zu ermitteln. Einer der beiden wurde wenig später in seiner Wohnung festgenommen. Die weiteren Ermittlungen führten auch schnell zum zweiten Mann. Beide – es handelte sich um zwei 18 und 19 Jahre alte Korbacher – gaben in den Vernehmungen den Einbruch zu. Schon bald wurde klar, dass die Tatverdächtigen auch für weitere Straftaten infrage kamen. Die Ermittlungen der Polizei und der Kriminalpolizei führten schließlich auf die Spur einer Bande, bestehend aus mehreren jungen Männern aus dem Bereich Korbach, die in wechselnden Zusammensetzungen immer wieder durch den Kreis zogen und Straftaten begingen. Zumeist handelt es sich um Eigentumsdelikte, es waren aber auch viele Sachbeschädigungen darunter. So konnten die Beamten Sachbeschädigungen an der Grillhütte auf dem Molkenberg in Berndorf, im Sonnenhof in Rhenegge und auf der Kugelsburg in Volkmarsen der Bande zuordnen. Auch Sachbeschädigungen am Waldecker Berg und in einem Autohaus in der Briloner Straße in Korbach mit sehr hohem Sachschaden gehen auf ihr Konto. Kein Haftbefehl Außer diesen Sachbeschädigungen wird der Bande eine Vielzahl von Eigentumsdelikten zur Last gelegt, die sie bei ihren Vernehmungen auch einräumten. Darunter sind, neben dem Einbruch in die Gaststätte in Ober-Ense, Einbrüche in verschiedene Sportlerheime und in ein ehemaliges Bordell in Sachsenhausen. Dazu kommen Einbrüche in den Lehrbauhof in Korbach und in einen Gutshof in Thalitter. Letztlich gehen auch noch Fahrraddiebstähle, Diebstahl aus Pkw und mehrere Fälle von Hehlerei auf das Konto der Bande. Da alle ermittelten Tatverdächtigen über einen festen Wohnsitz verfügen, wurde gegen sie kein Haftbefehl beantragt. Sie müssen sich aber nach dem Abschluss der polizeilichen Ermittlungen für all diese Taten vor Gericht verantworten. (r)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare