Vöhler Christdemokraten feiern 40-jähriges Bestehen · Bouffier hält Festrede

„Prachtvoller Teil der hessischen CDU“

Vöhl-Herzhausen - Viele lobende und dankende Worte, verbunden mit einem Rückblick auf den erfolgreichen Aufstieg des Gemeindeverbandes, gab es für die CDU aus Vöhl am Freitagabend anlässlich ihrer Jubiläumsfeierlichkeiten im Nationalpark-Zentrum.

CDU-Vorsitzender Fritz Schäfer begrüßte gemeinsam mit seiner Tochter, der CDU-Gemeindevertreterin Katrin Schäfer, die zahlreichen Gäste. Nicht nur Mitglieder des eigenen Verbandes, sondern auch viele weitere Vertreter der Kommunal- und Landespolitik hatten sich im Filmraum des Nationalpark-Zentrums eingefunden, um zu gratulieren.

„Gewaltige Wegstrecke“

In seinem Grußwort hob Bürgermeister Harald Plünnecke die gute Zusammenarbeit zwischen CDU und SPD im Gemeindeparlament hervor. Die beiden Parteien kooperieren seit elf Jahren. Im Anschluss ließ der Landtagsabgeordnete Armin Schwarz die vergangenen 40 Jahre Revue passieren und bilanzierte, dass seit 1972 für die Bürger erfolgreiche Arbeit geleistet werde und die CDU Vöhl „auf das Erreichte wahrlich stolz sein darf“. Schwarz hob zudem die in seinen Augen hervorragend aufgestellte Junge Union hervor, die dafür sorge, dass auch eine erfolgreiche Zukunft bevorstehe.

Danach ergriff Volker Bouffier in seiner Festrede das Wort. Der hessische Ministerpräsident, der zu Beginn mit der „Ehren­fanfare“, gespielt von den Jagdhornbläsern Herzhausen, begrüßt wurde, sprach von einer „gewaltigen Wegstrecke“, die der Gemeindeverband zurückgelegt habe. In dem früheren Stammland der Sozialdemokratie sei ausgehend vom Wandel auf der kommunalen Ebene ein steiler Aufstieg der hessischen CDU zur stärksten Partei ermöglicht worden. Bouffier zollte allen Mitgliedern der Vöhler CDU aus den 40 Jahren seine Achtung und Anerkennung für ihren Mut, sich auch in schwierigen Phasen, wie zum Beispiel der Gründungszeit, zur Partei bekannt zu haben und zu kämpfen. Nur so sei die positive Entwicklung für die Christdemokraten während der ganzen Zeit überhaupt möglich gewesen.

In einem Appell forderte der Landesvorsitzende zur Zusammenarbeit auf, um das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen. In Anlehnung an die lobenden Worte zuvor verkündete er, dass man „Mutbürger und keine Wutbürger“ brauche, um die „Egal-Haltung“ vieler Menschen wieder zu verändern. Bouffier hob zudem die positive wirtschaftliche Entwicklung der Region hervor. „Nordhessen brummt wie noch nie“, sagte er. Daraus ergäben sich neue Herausforderungen, für die es gelte gemeinsam Lösungen zu finden. Bouffiers Fazit: „Die CDU Vöhl ist ein prachtvoller Teil der hessischen CDU.“

Anschließend fasste Hermann Kubat in einem Rückblick die vier Jahrzehnte der CDU in Vöhl zusammen. Das Gründungsmitglied berichtete von den schweren Anfangszeiten, als sich der Verband aufgrund der Unzufriedenheit mit der Innen- und Außenpolitik des Landes 1972 gründete, vom ersten Einzug ins Gemeindeparlament und der ersten Koalition mit der SPD bis hin zur heutigen Situation. „Wir haben uns immer sachlich am Gemeinwohl orientiert und hoffen auch für die Zukunft auf eine erfolgreiche und spannende Zeit“, schloss Kubat seine Rede zufrieden und optimistisch ab.

Die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg fand ebenfalls sehr lobende Worte für die CDU in Vöhl und bedankte sich für deren reichliche Unterstützung. Sie hob hervor, dass aus kaum einer anderen Gemeinde so viele Ämter gestellt werden, und bemerkte daher augenzwinkernd: „Um Vöhl kommt man im hessischen Ministerium nicht herum.“ Auch der Bundestagsabgeordnete Bernd Siebert gratulierte und bedankte sich für den Beitrag der Vöhler Christdemokraten zur Fortentwicklung der CDU Nordhessen. (mm)

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