Projekte für mehr als drei Millionen Euro

Programm "Stadtgrün": Ideen der Korbacher gefragt

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Bürgerversammlung zum Förderprogramm Stadtgrün: Die Teilnehmer diskutieren vor den Plänen ihre Ideen.

Korbach. Projekte für mehr als drei Millionen Euro könnten durch die Fördergelder aus dem Programm „Zukunft Stadtgrün“ in Korbach angestoßen werden. In einer Bürgerversammlung am Mittwochabend im Bürgerhaus haben die Korbacher ihre Ideen eingebracht. Bis zum 1. September nimmt die Stadt noch Vorschläge an,

Architektin Uschi Bankert vom Planungsbüro Bankert, Linker & Hupfeld aus Kassel stellte das Projekt vor. Ein Schwerpunkt liegt auf dem doppelten Stadtmauerring „Zwischen den Mauern“. Er ist bundesweit eine Besonderheit, vergleichbare historische Anlagen sind nur in wenigen anderen Städten zu finden. Aber auch in der Laake soll sich etwas tun.

Ein ganzes Bündel Ideen haben Stadt und sogenannte „Lokale Partner“ wie die Freilichtbühne oder die Schützengilde, die einen direkten Bezug zum Grüngürtel haben, bereits vorbereitet. Alle Bürger können sich in den nächsten Tagen noch beteiligen. „Nichts ist in Stein gemeißelt, es gibt noch kein fertiges Konzept“, machte Bürgermeister Klaus Friedrich klar. 

Die ersten Projekt-Ideen für den Korbacher Grüngürtel und die Laake

Schießhagen: Die Freilichtbühne soll modernisiert und barrierefrei werden. Der Löschteich soll zu einem naturnahen Teich umgebaut und eventuell verlegt werden. Geplant ist auch die Öffnung der Freifläche zum Bolzplatz. Die Wehrtürme sollen beleuchtet werden. Weitere Vorschläge: Eine Einfriedung des Geländes, eine bessere Einbindung des Enser Tores und ein offener Zugang zum Schießhagen durch den Wegfall der Parkplätze.

Hospitalhagen: Hier soll die Stadtmauer freigestellt werden. Sportliche Angebote für alle Generationen könnten entstehen.

Dalwigker Tor: Die Anbindung zwischen Hospitalhagen und Bleiche soll verbessert werden.

Stadtpark: Hier ist der große Wurf geplant: Teich, Eingangsbereich, Wegeführung, Pflanz- und Aufenthaltsbereiche und die Beleuchtung werden umgestaltet. Optionale Veranstaltungsflächen werden ausgewiesen. Wasserflächen sollen erlebbar gestaltet werden.

Bleiche: Der Spielplatz soll zum zentralen Spiel- und Aufenthaltsort ausgebaut werden, eventuell als Mehrgenerationenplatz. Die Kuhbach könnte mit einbezogen, eine Toilettenanlage gebaut werden.

Fußweg zwischen Professor-Bier-Straße und Hagenstraße:Hier ist die Erneuerung des Wegebelags und die Umgestaltung der Pflanzflächen geplant.

Herrschaftlicher Hagen:Nuss-, Esskastanien- und Wildobstbäume nach dem Vorbild eines historischen Gartens werden angepflanzt, Totholz- und Natursteinhaufen für die Ansiedlung von Kleintieren angelegt. Parzellen für Bürgergärten könnten entstehen.

Totenhagen: Die Beleuchtung soll optimiert werden. Die Grabstätten könnten baulich hervorgehoben werden, der historische Charakter soll erhalten bleiben.

Laake:Ein naturnaher Spiel- und Bolzplatz eingerichtet sowie der Wasserlauf renaturiert und in den Spielplatz miteinbezogen. Auf Wiedeflächen könnten historische tierarten gehalten werden. Weitere Vorschläge: Ein Pavillon mit Sitzgelegenheiten, ein Bouleplatz, ein Hundespielplatz und ein Bienengarten.

Bürger können sich beteiligen

Weitere Vorschläge können bis zum 1. September bei der Stadt eingereicht werden, per E-Mail unter: zukunft-stadtgruen@korbach.de. Weitere Informationen zur Bürgerbeteiligung und die bisherige Ideen für das Projekt „Stadtgrün“ im Internet auf der Homepage der Stadt Korbach.

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