Horizont-Geschäftsführer Dirk Trompeter diskutiert mit Jugendlichen

Projekttag an Beruflichen Schulen: Europa ins Klassenzimmer bringen

+
Sprechen über Europa: (von links) Horizont-Geschäftsführer Dirk Trompeter, Schulleiter Uwe Schönrock, Dr. Peter Sacher vom IHK-Servicezentrum Waldeck-Frankenberg und Abteilungsleiter Michael Grosche.

Korbach – Ob Brexit oder Europawahl: 2019 werden entscheidende Weichen für die Zukunft der Europäischen Union (EU) gestellt. Um ins Gespräch über Europa zu kommen, hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg einen EU-Projekttag an den Beruflichen Schulen organisiert. Horizont-Geschäftsführer Dirk Trompeter diskutierte mit den Jugendlichen.

Die Horizont Group hat insgesamt rund 500 Mitarbeiter. Davon arbeiten 280 am Stammsitz in Korbach, der Rest an den Standorten in England, Polen, Frankreich, Dänemark, Kroatien und Slowenien. „Wir sind ein europäisches Unternehmen“, sagte Trompeter. Die Produkte, die Horizont herstellt, gehen laut dem Geschäftsführer zu gut einem Drittel in den Export. Trompeter: „Europa ist dabei für uns der größte Markt.“

Horizont profitiere vom Binnenmarkt und vom freien Handel ohne Zollschranken innerhalb der EU. Auch im Unternehmen sei Europa Alltag, sagte Trompeter. Auszubildende könnten beispielsweise Stationen in den Niederlassungen im Ausland absolvieren.

Derzeit richten sich die Augen bei Horizont besonders auf den Standort in Großbritannien. Der drohende Brexit lasse viele Fragen offen, sagt Trompeter: „Ist dann noch eine gemeinsame EDV mit dem Standort in Großbritannien möglich?“, nannte der Geschäftsführer ein Beispiel. Letztlich seien die wirtschaftlichen Folgen nicht abzuschätzen. „Wir wissen nicht, was uns der Brexit kosten wird.“

Als einen Kritikpunkt an Europa führten die Schüler eine ausufernde Bürokratie an. Trompeter nannte ein Gegenbeispiel, das Horizont direkt betrifft: „Vorher hatte jedes Land seine eigenen Vorschriften für die Zulassung von Weidezaungeräten, heute ist das EU-weit einheitlich geregelt.“

Ziel des Projekttages sei es, in den Gesprächen Wissen über die Bedeutung der EU für die deutsche und die regionale Wirtschaft zu vermitteln, aber auch über Themen wie den Brexit oder Lern- und Arbeitsaufenthalte im europäischen Ausland zu diskutieren, erläuterte Dr. Peter Sacher, Leiter des IHK-Servicezentrums in Korbach.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare