Imker Jürgen Voigtländer zaubert Genüsse aus Beeren und Kernobst

Quittenwein aus Meineringhausen

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Jürgen Voigtländer aus Meineringhausen macht schon seit 30 Jahren Fruchtweine. Auf die Idee, auch Quitten zu verarbeiten, kam er vor zwei Jahren – und ist seitdem Verehrer der Frucht.

Nicht nur in Astheim in Franken stehen Quitten und ihre Produkte hoch im Kurs. Auch in Meineringhausen hat die harte Frucht mit der wollig behaarten Schale und dem botanisch klangvollem Namen Cydonia oblonga einen Liebhaber gefunden: den Imker Jürgen Voigtländer.

Seit 1994 pflegt er am Rande Meineringhausens eine Streuobstwiese: Neben Apfelbäumen gibt es unter anderem Kirsch-, Birnen- und Reneklodenbäume sowie Aronia- und Weißdornsträucher. Alle Früchte verarbeitet er unter anderem zu Fruchtweinen oder Likören. „Da folge ich einer alten Familientradition. Mein Vater machte in Höringhausen noch Wein aus dem Saft der Birke“, erklärt Jürgen Voigtländer.

Vor zwei Jahren dann machte er zufällig Bekanntschaft mit der Quitte: Ein Arbeitskollege schenkte ihm viele Früchte – zu viele, um daraus nur Gelee und Konfekt zu machen. Kenntnis und Geduld Das war der Beginn einer neuen Leidenschaft für den Naturfreund: Er beschloss, sie zu saften und weiterzuverarbeiten.

Das Resultat ist ein köstlicher Wein mit süßlich riechender Blume und feinem Quittenaroma. Seit 2016 zaubert er auch Quitten-Sekt. Für jede Charge führt er Weinprotokolle, „das rate ich jedem, der Wein herstellt, sonst kommt man schnell durcheinander.“

Mehr Informationen und Rezepte finden Sie auf der Gartenseite der Waldeckischen Landeszeitung am 19. Januar.

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